Trommeln gegen Raubkopierer

41 Prozent der in Emea (Europe, Middle East & Africa) installierten Software-Produkte sind illegal. Behauptet zumindest IDC in einer von der Business Software Alliance (BSA) finanzierten Studie. Der Verlust, der sich daraus für die Entwickler ergibt, soll über 12,4 Milliarden Dollar betragen. Und hier liegt auch schon der Rechenfehler, den die BSA immer wieder gerne macht.

Gesetzt den Fall, die 41 Prozent stimmen wirklich, lässt sich daraus jedoch noch kein Gesamtverlust errechnen. Nicht jede illegale Kopie entspricht einem nicht verkauftem Produkt. Das gibt auch IDC-Analyst John Gantz zu, dem es laut New York Times lieber gewesen wäre, vom Handelswert zu sprechen und nicht vom Verlust. Nach Ansicht von Gantz wäre nur etwa ein Zehntel der weltweit verwendeten illegalen Programme auch wirklich gekauft worden: „I would have preferred to call it the retail value of pirated software.“

Das interessiert aber wieder keinen. Am Ende des Tages bleiben nur die Riesensummen im Gedächtnis, die die BSA für ihre Lobbyarbeit verwendet. „… they are using this distorted data to try to get Congress to once again make copyright laws even tougher“, sagte Gary Shapiro, Präsident der Consumer Electronics Association zur NY Times.

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