Microsoft verschärft die Spielregeln

Dank zahlloser P2P-Tauschbörsen ist es heutzutage für fast jedermann kinderleicht an aktuelle Windows-Betriebssysteme zu kommen, ohne dafür direkt zu bezahlen. Keine Frage. Kaum jemand wird auch bezweifeln, dass dies Microsoft ein Dorn im Auge ist. Nun hat der Konzern angekündigt, dass ab Mitte dieses Jahres nur noch Besitzer einer legalen Kopie Security-Patches so herunterladen können, wie es ihnen am besten passt.

Im Rahmen des neuen „Windows Genuine Advantage„-Programms soll jeder Anwender erstmal beweisen, dass sein Windows legal ist. Wer das nicht kann oder will, wird aber trotzdem (vorerst?) nicht von Updates ausgeschlossen. Einzige Voraussetzung: Diese Nutzer müssen automatische Updates aktivieren.

Russ Cooper von Cybertrust rechnet allerdings bereits mit dem nächsten Schritt in Redmond:

Still, Cooper said he expected Microsoft to eventually cut off that security update avenue for pirated copies. He said the company may feel it has few other options as it tries to stop the millions of users who are running pirated copes of Windows.

Auf lange Sicht prognostiziert Rob Enderle von der Enderle Group gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass Windows-Raubkopien auf Computern mit Internet-Zugang nicht mehr funktionieren werden:

It will create an environment where the pirated machines, if they’re connected to the Internet, won’t really work.

Bleibt die Frage: Weil sie dann Dank Dutzender ungepatchter Sicherheitslücken so mit Viren und Würmern verseucht sind, dass sie noch instabiler laufen?

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