Can-Spam-Act: Gesetz zur Förderung des unerwünschten Werbemülls?

Cisum.AStatt Spam einzuschränken, hat der amerikanische Can-Spam-Act wohl eher das Gegenteil bewirkt. Der Anteil des unerwünschten Werbemülls soll seit in Kraft treten des Gesetzes vor einem Jahr von 50 bis 60 Prozent auf etwa 80 Prozent des gesamten weltweiten Mail-Aufkommens gestiegen sein.

Woran liegt das? Laut Steve Limford vom Spamhaus Project hat der Can-Spam-Act Spam eher legalisiert, anstatt ihn zu kriminalisieren. Zum Beispiel besage das Gesetz, das unerwünschter Werbemüll nur dann unerwünschter Werbemüll sei, wenn der Empfänger sich auf einer Opt-out-Liste eingetragen habe. Auch lasse sich Spam legalisieren, wenn der Versender eine gültige US-Adresse als Kontakt angebe.

Wie auch immer, laut Stanford University muss ein durchschnittlicher Anwender heute bis zu zehn Werktage pro Jahr aufbringen, um den Spam in seinen Mailboxen zu entsorgen. Moment, zehn Tage? Das wirkt dann doch etwas hochgegriffen. Falls das wirklich auf manche User zutrifft, sollten diese lieber etwas ihrer Zeit in einen vernünftigen Spam-Schutz investieren. Schon die in Thunderbird integrierten Junk Mail Controls sind sehr leistungsfähig und entsorgen mit ein wenig Training bei weitem den meisten Werbemüll.

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