Blick hinter die Kulissen der Kommentar-Spammer

Nicht nur Mail-Spammer, sondern auch so genannte Link-Spammer versuchen mit allen Tricks, Geld zu verdienen. Das funktioniert laut The Register (gesehen bei Konstantin) so: Die Betreiber großer PPC-Sites (Pills, Porn, Casinos) bezahlen die Link-Spammer für jeden Besucher, den diese auf ihre Web-Seiten locken. Neudeutsch nennt man so etwas Affiliate-Programme: Ich geb dir Geld dafür, dass du mir neue Kunden zuführst.

Wie lockt man nun möglichst viele Besucher an? Indem man die PPC-Sites weit oben in den großen Such-Portalen platziert. Früher ging das noch recht gut über Link-Farmen, die sich tausendfach selbst verlinkten und die zumindest keine direkten Auswirkungen auf die Internet-Community hatten. Mittlerweile erkennen Google und Co. jedoch Link-Farmen und löschen die entsprechenden Einträge in ihren Datenbanken (oder verschieben sie auf hintere Plätze, so genau weiß das keiner).

Statt Link-Farmen setzen die Affiliates der PPC-Betreiber nun auf Kommentar-Spam. Das funktioniert so gut, weil es mittlerweile Millionen privater Weblogs und ähnlicher Sites gibt, die mehr oder weniger anonyme Kommentare erlauben. Was in zig Kommentaren verlinkt ist, gelangt auch in den Suchmaschinen auf vordere Plätze und sorgt so für einen steten Zustrom an PPC interessierten Menschen.

Laut The Register verdient ein versierter Link-Spammer durchaus siebenstellige Summen und kann sich ein schmuckes Häuschen (mit drei Badezimmern, wow) und ein fettes Auto leisten. Auf der anderen Seite stehen die Entwickler zahlloser, oft kostenloser Weblog-Systeme und versuchen ihrerseits mit immer neuen Tricks die Kommentar-Spams von den Seiten ihrer Nutzer fernzuhalten. Seit einiger Zeit läuft auch auf diesem Blog ein Spam-Filter, der täglich zwischen 20 und 30 Kommentar-Spams automatisch abfängt und entsorgt.

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