21 580 000 000 Dollar

Auf 21,58 Milliarden Dollar belaufen sich nach einer Studie der Robert H. Smith School of Business die jährlichen Produktivitätsverluste, die amerikanischen Unternehmen durch Spam entstehen.

Frage: Wie kommt man auf solche Zahlen?

Antwort: Durch Hochrechnen.

In diesem Fall sind die Autoren so vorgegangen: Man schnappt sich 1000 nichtsahnende Anwender und befragt sie. Unter anderem erfährt man dabei, dass sie pro Tag drei Minuten ihrer wertvollen Arbeitszeit für das Löschen von Spam benötigen. Diese drei Minuten multipliziert und multipliziert und multipliziert man nun bis man zu schönen hohen Zahlen kommt.

3 Minuten x 169,4 Millionen US-Online-Nutzer x Durchschnittslohn = Panikzahl

Dann schreibt man eine Pressemitteilung und bastelt eine hübsche Grafik. Aufmerksamkeit ist garantiert.

Dieses Vorgehen ähnelt den Hochrechnungen der BSA, die ebenfalls auf einer simplen Rechnung beruhen: Jede illegal kopierte Software = nicht verbuchter Umsatz.

Abgesehen von der Marketing-Bombe enthält die Studie dennoch einige interessante Zahlen, die ich hier herausgreife:

  • 14 Prozent der Empfänger lesen den Spam, den sie erhalten
  • 4 Prozent haben bereits einmal beim Spam-Versender ihres Vertrauens eingekauft

Bei soviel Naivität muss man sich nicht wundern, dass die Spam-Flut immer weiter ansteigt und die Verbreiter frohgemut in neue Bereiche wie Kommentar-Spamming vorstoßen. Bezogen auf die amerikanischen Online-Nutzer entsprechen diese 4 Prozent nämlich rund fünf Millionen kaufbereiten Kunden.

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