Microsoft und Pfizer gemeinsam gegen Viagra-Spammer

Cisum.AGemeinsame Feinde zu haben, schafft bekanntlich neue Freunde: Microsoft und Pfizer arbeiten seit mehr als einem halben Jahr zusammen, um einem Spam-Netzwerk das Handwerk zu legen, das in mehreren Hundert Millionen Mails für den Kauf von Viagra aus dubiosen Quellen geworben haben soll. Grau- oder Konkurrenzmärkte mag ein gestandener Pharmakonzern natürlich nicht tolerieren und Redmond steht ja, wie jeder weiß, schon immer ganz vorne an der Front gegen illegale Internet-Nutzung.

Interessant sind auf jeden Fall die Einblicke, die sich hier in den Abgrund der Affiliate-Ringe rund um PPC-Sites (Pills, Porn, Casinos), bieten:

Pfizer and Microsoft first investigated CanadianPharmacy, an online „pharmacy“ advertised by high-volume spamming. Working together, the companies‘ investigators uncovered a highly sophisticated spam ring with several groups of affiliates all advertising Web sites associated with CanadianPharmacy.

The spam directs recipients to one of dozens of identical Web sites. Many of these Web sites are registered with the true names and addresses of people not associated with the online pharmacies or spam rings, who are unaware that their identities are being used in conjunction with these activities. Tracing the order process, investigators determined that the Web site encompasses an allegedly illegal pharmaceutical supply chain that spans the globe.

Consumers place orders for drugs advertised as Viagra or illegal „generic“ Viagra on one of several Web sites advertised via spam. Once the consumers‘ online orders are received on computers in New York, they are sent to a call center headquartered in Canada, and then on to India for processing. The orders are filled with allegedly illegal, unregulated and unapproved products. The drugs are then shipped from India to the United States and delivered by an air freight forwarding company based in the United States.

Unter anderem kommt es nun zu folgenden Klagen:

Pfizer geht gegen CanadianPharmacy und E-Pharmacy Direct sowie zehn weitere Webseiten vor, während Microsoft die Spam-Ringe ins Visier genommen hat. Dazu gehören mehrere Gruppen, die als Affiliates für die Online-Apotheken Spam verschickt und den Sites so immer neue Kundschaft zugeführt haben. Diese Systeme funktionieren (leider) ausgesprochen gut. Immerhin haben laut einer vor kurzem veröffentlichten Studie vier Prozent der amerikanischen Internet-Nutzer beziehungsweise fünf Millionen Menschen schon einmal auf Spam reagiert und bei einer darin beworbenen Seite eingekauft.

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