Spammer wechseln die Taktik

Die Zeiten ändern sich: Bislang haben Spammer ihren Werbemüll entweder selbst oder über Zombie-Rechner versendet, die dabei als Proxy dienten. Spamhaus hat nun darauf hingewiesen, dass immer mehr Spam nicht mehr direkt von den verseuchten PCs der Endanwender kommt, sondern von den großen Mail-Relays ihrer ISPs:

New versions of proxy spamware packages released by Russian spammers operating in the US now have a feature which instructs the hijacked proxy to send the spam out via the mail relay of the ISP the proxy is downstream of.

Bei AOL treffen angeblich mittlerweile 90 Prozent des gesamten empfangenen Mülls aus diesen Quellen ein.

Dieser Trend bedeutet aber auch, dass die Würmer, die PCs in „Zombies“ verwandeln, sich in den vergangenen Monaten weiterentwickelt und eine neue Stufe erreicht haben. Botnets bleiben eben ein brisantes Thema.

Spamhaus rechnet nach eigenen Angaben damit, dass der unerwünschte Werbemüll bis Mitte 2006 rund 95 Prozent der weltweit versandten E-Mails ausmachen und zu Schwierigkeiten bei Mail-Servern und Spam-Filtern führen wird. Den ISPs empfiehlt die Organisation, ein wachsames Auge auf die versandten Mails ihrer Breitbandkunden zu haben, Incoming- und Outgoing-SMTP-Server zu trennen sowie Authentifizierung mittels SMTP-AUTH einzuführen.

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