Die Angst der Mächtigen und die Nervosität ihrer Beschützer

Nach und nach kommen Details über die Hintergründe des Zwischenfalls bei der Freilassung der Journalistin Sgrena ans Licht. Laut einer kurzen Agenturmeldung in der NZZ vom vergangenen Freitag, waren die schießwütigen US-Soldaten „zum Schutz des amerikanischen Botschafters Negroponte abgestellt“.

Das zeigt wieder mal, wie stark die Angst der Mächtigen dieser Welt mittlerweile ist, und es zeigt vor allem die Nervosität, die bei ihren Bewachern herrscht. Man muss sich heutzutage nur einmal in die Nähe einer Demonstration gegen ein beliebiges staatsmännisches Ereignis bewegen, bei dem hochrangige Politiker anwesend sind, und die extreme Nervosität der „zweiten Gewalt“ ist nicht zu übersehen. Dass dann in einer hochexplosiven Umgebung wie dem heutigen Irak gleich geschossen wird, dürfte eigentlich niemanden mehr wundern.

Update: Hanspeter Born zum Fall Sgrena:

Vermutlich führte ein Missverständnis zur Tragödie. Wegen der Dunkelheit realisierte der italiensiche Fahrer gar nicht, dass er einem Checkpoint entgegenfuhr. Die Amerikaner ihrerseits mussten annehmen, dass jedermann im Irak wusste, wie gefährlich die Strasse zum Flughafen war und dass jemand, der nicht sofort anhielt, Böses im Schilde führen musste.

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