Persönliche Unwörter

Heute mal wieder einen der dümmsten Vorwürfe gehört: Der Abweichler, der sich in Kiel lieber seiner Stimme enthalten hat, sei „feige“. Dabei gehört einiges an Mut dazu, viermal hintereinander beharrlich zu bleiben und sich dabei der späteren Hexenjagd — die nun prompt auch stattfindet — ziemlich sicher zu sein. Ob die Kläger einen vergleichbaren Mut aufgebracht hätten? Wohl kaum.

Ein anderes persönliches Unwort ist „selbsternannt“. Damit wird derjenige bestraft, den maximale Verachtung trifft. Vor ein paar Wochen hat es Michael Jackson erwischt, der auf B5 aktuell als „selbsternannter King of Pop“ geschmäht wurde. Dabei dürften seine musikalischen Erfolge noch die am wenigsten anzweifelbaren sein.

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