Malwhere revisited

Bei Recherchen zu einem Artikel bin ich heute zufällig darauf gestossen, dass die Software Malwhere mittlerweile wieder bei download.com und ZDNet USA heruntergeladen werden kann. Vor etwa einem Jahr habe ich mich bereits mit dem Programm beschäftigt und es analysiert. Dabei sind mir ein ganzer Schwarm von Trojanern und Adware ins Netz gegangen. Die damalige Malwhere-Version war 676 KByte groß.

Vor ein paar Monaten hat ein Weblog-Leser mich wieder auf das Thema Malwhere aufmerksam gemacht. Die damals aktuelle Version schien einigermaßen sauber zu sein und war auch nur noch 217 KByte groß.

Bei der derzeit erhältlichen Variante hat sich wieder einiges geändert. Sie ist 1088 KByte groß und hat eine komplett veränderte Oberfläche. Das Programm ist laut Website des Anbieters mittlerweile Freeware und angeblich komplett frei von „Bundled Software of any kind“.

Bei einem Test der neuen Version 1.12 konnte ich tatsächlich weder mit Avast noch mit Hijackthis schädliche Spuren entdecken. Man sollte sich allerdings die Frage stellen, ob man einem Programm vertrauen kann oder will, dass eine sehr unerfreuliche Historie hat.

Der Entwickler Ran Geva schreibt in seinem eigenen Forum, dass Malwhere nur deswegen auf zahlreichen Rogue-Antispyware-Listen gelandet sei, weil es früher ein altes Programm mit dem selben Namen gegeben habe. Das mag sein. Ich vermute nur, dass alle Varianten aus der gleichen Schmiede stammen. Die grundlegende Funktion hat sich nämlich nicht geändert. Malwhere war vor einem Jahr ein simpler Prozess-Viewer und ist im Kern immer noch nichts anderes.

Ich kann nur eines raten: Finger weg.

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