Multibrowser Appliance

Vor ein paar Tagen hat Vmware damit begonnen, die für die Ultimate Virtual Appliance Challenge eingereichten virtuellen Maschinen zu veröffentlichen. Mitte August will das Unternehmen dann die Gewinner benennen. Ich habe bereits eine Handvoll der neuen VMs ausprobiert und stelle im folgenden die Multibrowser Appliance von Rainer Finck kurz vor.

Zur Verbreitung der Appliances setzt Vmware auf das Bittorent-Protocol. Man benötigt also einen BT-Client wie zum Beispiel den schlanken Utorrent. Die Download-Datei der Browser Appliance ist 342 MByte groß (direkter Link zum Torrent). Nach dem Auspacken ist die VM etwa 740 MByte groß.

Das Besondere an der Multibrowser Appliance ist, dass alle wichtigen Windows- und Linux-Browser bereits enthalten sind beziehungsweise sich mit wenigen Klicks nachinstallieren lassen. Nach dem Booten präsentiert Rainer Finck ein Skript-Fenster, indem man die Auflösung, das Tastaturlayout und anschließend die Netzwerkeinstellungen konfigurieren kann. Als Zielgruppe nennt Finck, Web-Entwickler, die ihre Seiten in mehreren Browsern testen wollen. Ich denke aber, dass die VM sich auch für normale Internetnutzer eignet, die einfach nur sicher Surfen wollen.

Nach der Basiskonfiguration hat der Anwender die Wahl zwischen den zwei Text-basierten Browsern Elinks und Lynx, Firefox, Konqueror, drei Varianten des Internet Explorers (in Wine) und Opera. Internet Explorer und Opera sind nicht enthalten, sondern lassen sich mit wenigen Klicks Skript-gesteuert nachinstallieren.

Mit den beiden IE5-Versionen konnte ich nicht auf Anhieb im Internet surfen. Es hat erst funktioniert, nachdem ich die automatische Internet-Konfiguration in beiden Browsern abgeschaltet habe: Tools -> Internet Options… -> Connections -> LAN Settings -> Häkchen vor Automatically detect settings entfernen.

Insgesamt ist die Browser Appliance eine schöne Idee, die auch gut umgesetzt wurde. Allerdings hatte ich mehrmals Probleme mit dem DHCP-Client, der keine IP-Adresse beziehen konnte. Woran das liegt, kann ich leider nicht beurteilen. Meist hat es geholfen, zuerst eine Seite mit dem Konqueror und anschließend erst mit dem IE aufzurufen.

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