Der irakische Dampfkochtopf

Im Artikel „The Iraqi pressure cooker“ in der Zeitschrift The Middle East, Ausgabe Januar 2008, beschäftigt sich Richard Seymour mit der Flüchtlingssituation im Irak und den Nachbarländern. Ein paar Details aus dem Artikel:

  • Mehr als vier Millionen Menschen sind nach Schätzungen der UN auf der Flucht.
  • Etwa die Hälfte davon befindet sich in den Nachbarländern. Reichere sind nach Jordanien geflohen, Ärmere nach Syrien.
  • Nach Bombenanschlägen hat Jordanien mittlerweile die Grenzen für neue irakische Flüchtlinge geschlossen. Sich bereits in Jordanien befindliche Flüchtlinge laufen Gefahr, deportiert zu werden.
  • Durch die Flüchtlinge hat sich die Bevölkerung Syriens um zehn Prozent vergrößert. Das Land verlangt mittlerweile auch Visa und hat zudem die kostenlose Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge abgeschafft.
  • Laut UNHCR zwingen vor allem die aufgebrachten Ersparnisse viele Flüchtlinge zu einer Rückkehr zum jetzigen Zeitpunkt.
  • Diese Veränderungen sowie finanzielle Anreize und die Verbesserung der Sicherheitslage im Irak haben dazu geführt, dass erste Flüchtlinge wieder zurückkehren.
  • Flüchtlingsorganistationen befürchten jedoch, dass es für eine Rückkehr im größeren Maßstab noch zu früh ist und dadurch neue ethnische Spannungen entstehen könnten.

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