Zum „Youtube-Hijack“

Das Blockieren von Webseiten ist internationale Praxis. Beim pakistanischen Versuch, den Zugriff auf Youtube zu verhindern, hat sich jedoch eine Schwachstelle im Internet-Routing gezeigt. Pakistan Telecom hat sich nämlich nicht für die klassische Blockade entschieden, bei der ein Filter installiert wird, sondern dafür, die von Youtube verwendeten IP-Adressen selbst zu belegen.

The obvious way to keep users from reaching a destination is to install some sort of access control list blocking the IP address. Pakistan Telecom did it differently: they created their own machines with the appropriate IP addresses (208.65.153.238, 208.65.153.251, and 208.65.153.253), so that any of their users who tried to reach Youtube presumably received a notice about the new government rule. Unfortunately, they made a serious mistake: they „announced“ the network to the entire Internet.

In der Folge war Youtube weltweit für zwei Stunden nicht mehr zu erreichen. Die technischen Hintergründe versuche ich lieber nicht zu erklären, da ich vom Internet-Routing herzlich wenig verstehe. Das Interessante an dem Vorfall ist jedenfalls, wie leicht sich die Erreichbarkeit einer Webseite verhindern lässt.

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