Argumente für und wider Virtual Box bzw. Vmware

Mickeyckm von Mango Orange hat fünf Argumente für Virtual Box veröffentlicht, auf die Dave`s Tech Shop dann seinerseits mit fünf Argumenten für Vmware geantwortet hat.

Mickeyckm von Mango Orange:

1. Mouse Integration – Nothing can beat the feeling of not having to search for your mouse when you switch OS and the cursor moving at different speeds.
2. Share Folder – There might be third-party software out there, but this feature comes with VirtualBox. Simple installation and your Windows files are available on Linux. Nothing change except the OS. 😉
3. Super lightweight – Self-explaination. The smallest VM I ever seen.
4. Free as in free beer – […]
5. Easy and Fast – It takes me less than 30 mins to download, install and setup everything.

Und Dave`s Tech Shop:

1. VMware supports both 32-bit and 64-bit host and guest operating systems. VirtualBox supports 64bit hosts but only 32bit guests.
2. VMware supports moving virtual machines with their snapshots. VirtualBox does not support moving snapshots.
3. VMware supports two-way Virtual SMP and you can assign one or two processors to virtual machines. VirtualBox doesn’t have immediate plans to support SMP.
4. I believe VMware has better support for DirectX graphics.
5. VMware makes it much easier to create a Virtual Machine from an existing native (installed) OS compared to VirtualBox.

Ein paar Gedanken dazu:

Mausintegration: Diesen Punkt kann ich schwer beurteilen. Gelegentlich kommt es in einer Vmware-Maschine vor, dass man seinen Mauszeiger sucht, aber das passiert mir auch ohne VM immer wieder (noch jemand zwei Monitore an einem PC? ;)).

Shared Folder: Das bieten beide, Vmware derzeit allerdings mit heftiger Sicherheitslücke.

Leichtgewichtig: Da stimme ich Mickeyckm zu. Ein Update für die Vmware Workstation einzuspielen, ist ein (gefühltes) echtes Drama. Erst muss die ältere Version langwierig deinstalliert werden, um dann wieder zu warten, während die neue Version eingespielt wird. Virtual Box zeigt, dass das viel schneller gehen kann.

Kostenlos: Mit dem Vmware Player und dem Server ist hier Vmware auch gut im Rennen. Wobei ich statt der beiden auf jeden Fall immer lieber zur Workstation greifen würde, die kostet aber um die 150 Euro. Hier ist Virtual Box wirklich einen Schritt voraus, da das komplette Produkt kostenlos ist.

„Moving Snapshots“: Damit meint Dave, glaube ich, den Umzug einer VM auf eine andere Maschine. Das ist mit Virtual Box wirklich umständlich.

Mehrere Prozessoren, Bit-Frage etc.: Das mag alles sein, hat mich beim täglichen Einsetzen meiner VMs aber noch nie wirklich interessiert.

Was mir noch so spontan zu einem Vergleich der beiden Systeme einfällt:

Nahtloser Modus (Seamless Windows): Hier ist Virtual Box dem Konkurrenten ein ganzes Stück voraus. Bei Vmware funktioniert der nahtlose Modus bisher nur auf der Mac-Plattform. Mit Virtual Box ist es kein großes Problem, Fenster eines Windows-Gastes in einen Linux-Wirt einzublenden. Umgekehrt geht, glaube ich, aber momentan auch noch nicht.

Fertige Appliances: Ein ganz großes Manko bei Virtual Box. Wie oben bereits kurz erwähnt, ist der Im- und Export von VMs bei Virtual Box noch sehr umständlich. Folglich kommt niemand auf die Idee, fertige VMs dafür anzubieten. Anders bei Vmware. Dort gibt es nicht nur das große Angebot auf den Vmware-Seiten. Auch beinahe jedes Server-Projekt, das auf sich hält, bietet mittlerweile selbst eine fertige virtualisierte Vmware-Version zum Download an.

Einsatz auf dem USB-Stick: Hier hinken beide noch hinterher. Immerhin kann Vmware mit Moka5 einen Partner vorweisen, der auf Basis des Players eine funktionierende Lösung für USB-Sticks entwickelt hat.

Wie man sieht, finde ich es schwer, eines der beiden Systeme dem anderen vorzuziehen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Es kommt halt auf den jeweiligen Einsatzzweck an.

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