Asus-Chef Jerry Chen über den Eee-PC

Das amerikanische Laptop Magazine hatte die Chance Jerry Shen, den CEO von Asus, über die Eee-PC-Strategie des Unternehmens zu befragen. Chen gibt in dem Interview offen zu, dass das Unternehmen von dem Erfolg der kleinen Mini-Notebooks überrascht wurde. Für das erste Verkaufsquartal rechnete er ursprünglich mit 200.000 verkauften Exemplaren. Tatsächlich wurden dann 350.000 abgesetzt.

Diese höhere Nachfrage sowie eine Knappheit bei Akkus macht er für die Lieferschwierigkeiten verantwortlich. Allein in Europa schätzt Chen, könnte Asus derzeit 300.000 bis 400.000 Eee-PCs pro Monat absetzen, wenn eben die Akkus nicht so knapp wären.

Über den Nachfolger des derzeitigen Modells Eee-PC 4G berichtet er zum Teil bereits Bekanntes: So wird die nächste Generation über ein 8,9-Zoll-Display verfügen. Die Windows-Version wird mit 8 GByte Flash-Speicher ausgeliefert, während spätere Modelle zwischen 12 und 20 GByte Flash-Speicher bekommen sollen. Auch den Einbau von Festplatten schließt er nicht mehr aus.

Chen rechnet ab Juni mit sinkenden Preisen. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten bin ich mir da aber nicht so sicher.

An Xandros als Betriebssystem will er neben XP festhalten. Hoffen wir, dass Gerüchte nicht zutreffen, laut denen Asus in Deutschland zunächst nur einen Eee-PC 900 mit XP auf den Markt bringen wird.

Der Rest des Interviews in Kürze: Später soll es Eee-PCs mit Wimax und eingebautem HSDPA-Modem geben. Im Gegensatz zum angekündigten HSDPA-Adapter von T-Mobile dann hoffentlich auch mit Linux-Support. Ab Frühsommer soll das Gehäuse auch in bunten Farben erhältlich sein. Außerdem plant Asus jedem Eee-PC-Nutzer im Web 10 GByte Speicher zu gewähren. Das Unternehmen experimentiert zudem mit Skype- und anderen VoIP-Telefonen. Interessant ist zudem noch, dass der integrierte Adapter mittlerweile verbessert wurde und neue Modelle sich laut Chen deutlich schneller laden lassen.

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