Tipps zum Daten sichern mit Mozy

In den vergangenen Jahren hat sich bei Online-Backup-Diensten einiges getan. Eine einigermaßen breitbandige Upload-Leitung vorausgesetzt, ist dies mittlerweile eine durchaus praktikable Möglichkeit auch größere Datenmengen zu sichern.

Externe Festplatten oder selbstgebrannte CDs/DVDs können nach ein paar Jahren nicht mehr lesbar sein, außerdem muss man sich in diesem Fall selbst um seine Datensicherungen kümmern. Ein Online-Backup sollte dagegen automatisch ablaufen und Dank eigener Backups des Dienstleisters dagegen auch auf Dauer verfügbar sein, selbst wenn das Haus abbrennt oder der PC seinen Geist aufgibt.

Besonders interessant finde ich Jungle Disk und Mozy. Ersteres basiert auf den S3-Servern von Amazon, letzteres ist seit einiger Zeit eine Tochtergesellschaft von EMC, was die Zuverlässigkeit und Dauerhaftigkeit der gebotenen Dienste hoffentlich garantiert.

Übersicht Mozy

Mozy hat derzeit drei verschiedene Angebote, einen kostenlosen Dienst (Mozy Home), bei dem man nach einer kurzen Registrierung gratis zwei GByte Online-Speicher erhält, eine Version für 4,95 Dollar im Monat (Mozy Pro) mit unbegrenztem Speicher und eine Enterprise-Version mit deutlich mehr Funktionen (Backup von Netzlaufwerken zum Beispiel). Einen Vergleich der verschiedenen Varianten gibt es hier.

Mozy Home hat den Vorteil, dass man die Software kostenlos auf mehreren PCs installieren und nutzen darf. Man kann so mit einem Account die Daten von mehreren PCs sichern. Mozy Pro kostet dagegen 4,95 Dollar im Monat pro PC.

Außerdem lässt sich der Speicher bei Mozy Home in 250 MByte-Schritten vergrößern, wenn man ein Referral-System nutzt, das Mozy anbietet. Das funktioniert so: Man wirbt einen neuen Teilnehmer und beide erhalten jeweils 250 MByte zusätzlichen Speicher. Wer also mit 2,25 statt 2 GByte starten will, kann auch meinen Referral-Code 6JBT3F verwenden und muss sich dann nur noch über die Startseite bis zu Mozy Home durchklicken.

Vordefinierte und eigene Backup-Sets

Wer will kann bei der Installation bereits verschiedene vorgegebene Backup-Sets auswählen. Alternativ entfernt man einfach die ganzen Häkchen und legt anschließend über die Experten-Einstellungen eigene Backup-Sets fest.

Anschließend muss man sich nicht mehr um seine Datensicherung kümmern. Die Software startet mit Windows und beginnt, sobald der Rechner eine Weile nicht genutzt wurde, automatisch im Hintergrund mit den Backups. Am Anfang ist es meist ratsam, die Backups manuell zu starten, indem man doppelt auf das Mozy-Icon in der Startleiste klickt, im Status-Fenster auf „Start Backup“ klickt und den Geschwindigkeits-Regler ganz nach rechts schiebt.

Verschlüsselung des Online-Backups

Mozy bietet zwei verschiedene Möglichkeiten, die Daten online zu verschlüsseln. Man kann bei der Installation der Software einen eigenen Schlüssel eingeben oder den von Mozy verwenden. Letzteres hat den Vorteil, dass man auf die gesicherten Daten auch wieder zugreifen kann, wenn man seinen eigenen Schlüssel verloren oder vergessen hat. Allerdings hat das Unternehmen dann theoretisch auch Zugriff auf die gesicherten Daten. Wer das nicht will, entscheidet sich für einen eigenen Schlüssel.

Nachträglich die Verschlüsselung zu ändern, ist umständlich. Man muss dazu in der Online-Verwaltung den betreffenden PC löschen, wobei alle bisher gesicherten Daten verloren gehen, danach die Mozy-Software deinstallieren und neu installieren.

Mozy verschlüsselt die Daten nach eigenen Angaben zuerst auf dem lokalen PC mit einem 448 Bit langen Blowfish-Schlüssel und schützt sie zudem bei der Übertragung mit einer zusätzlichen SSL-Verschlüsselung.

Wenn man einen eigenen Schlüssel verwendet, muss man beim Wiederherstellen von Daten ein kleines Entschlüsselungs-Tool namens mozydecrypt.exe herunterladen. Das ganze Prozedere funktioniert so: Man wählt in der Online-Verwaltung die wiederherzustellenden Daten aus. Dann dauert es einen Moment bis Mozy die Daten bereitstellt und in einer Mail mit einem Download-Link darauf hinweist.

Diese von Mozy gezipten Daten muss man entpacken und (bei Verwendung eines eigenen Schlüssels) mit mozydecrypt.exe entschlüsseln. Dabei ist es aus mir unerklärlichen Gründen wichtig, zwei Ordner zu verwenden, die nicht aufeinander folgen. Fertig.

Leidiges Thema Bugs

Trotz der relativ hohen Versionsnummer 1.8.8.2 der Mozy-Software ist sie leider nicht fehlerfrei. Wenn man eine Datei von der Festplatte löscht, die Teil eines noch nicht komplett hochgeladenen Backup-Sets ist, kann dieses Backup-Set nicht mehr abgeschlossen werden. Mir ist das mit einer 59 MByte großen Datei passiert, die sich in mein Backup-Set geschlichen hatte (siehe Screenshot). Der angezeigte Fehler „Disk Full (FilesystemError3)“ hat mit dem eigentlichen Problem nichts zu tun. Das „Initial Backup“ kann aus diesem Grund nicht abgeschlossen werden.

Eine in die Irre leitende Fehlermeldung fabriziert auch das Entschlüsselungs-Tool mozdecrypt.exe. Oben habe ich bereits erwähnt, dass dieses Tool es nicht mag, wenn der Ziel-Ordner identisch mit dem Ordner ist, in dem sich die zu entschlüsselnde Datei befindet beziehungsweise wenn es ein Unterordner ist. Man bekommt dann den Fehler „The destination directory can not be inside the source directory.“ zu sehen. Dieser tritt jedoch auch auf, wenn man zwar unterschiedliche Ordner verwendet, aber das heruntergeladene Archiv nicht vorher entpackt hat.

2 Gedanken zu “Tipps zum Daten sichern mit Mozy

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