Enttäuschung: Blackberry Storm

Ich habe vor mehreren Tagen einen Blackberry Storm zum Testen erhalten. Leider bin ich von dem Gerät sehr enttäuscht. Beim Storm handelt es sich um den ersten Blackberry ohne echte Tastatur beziehungsweise nur mit einer Touchscreen-Tastatur. Und da liegt auch das Hauptproblem: Die eingeblendete Tastatur beziehungsweise der gesamte Touchscreen funktionieren unglaublich schlecht.

Wenn man den Finger nur leicht auf das Display drückt, markiert der Storm einen Buchstaben oder einen Menüeintrag. Um ihn auszuwählen, muss man feste drücken. Dabei verrutscht man im letzten Augenblick laufend und der falsche Buchstabe oder der falsche Menüpunkt wird ausgeführt. Einen etwas längeren Text zu schreiben ist mit dem Storm kein Vergnügen, auch wenn meine Tippergebnisse nach ein paar Tagen nun etwas besser geworden sind.

Ebenfalls wenig erbaulich ist der hohe Stromverbrauch des Geräts. Bereits zwei Mal war der Storm am nächsten Morgen „tot“. Mit eingeschaltetem UMTS würde ich schätzen, dass der Akku nur etwas länger als einen Tag hält.

Aufgefallen ist mir außerdem, dass ich kein Pop3/Imap-Konto einrichten konnte. Es gibt bei der E-Mail-Konfiguration zwar einen Punkt „Sonstige“, aber dort kann man keine Serverdaten eingeben, die Konfiguration misslingt also jedesmal.

Man kann nur hoffen, dass RIM die Probleme mit einem Firmware-Update beheben kann. Ansonsten dürfte dem Storm keine große Zukunft beschieden sein – ein iPhone-Killer ist das Gerät derzeit jedenfalls sicher nicht.

Wie das Innere des Storm aussieht, sieht man hier. Möglicherweise funktioniert der Touchscreen so schlecht, weil der Fingerdruck nur von einem einzigen Sensor in der Mitte des Displays aufgenommen wird. Tipps zur Verlängerung der Akku-Laufzeit finden sich bei Blogberry.de.

Ausführlichere Tests sind unter anderem beim Spiegel (Link aktualisiert) und in der New York Times erschienen.

0 Gedanken zu “Enttäuschung: Blackberry Storm

  1. Bisher was ich zu dem Gerät gelesen habe bin ich eigentlich recht begeistert von dem Gerät. Aber die Negativ Punkte die du aufzählst sind schon recht gravierend. Ich werde mir überlegen ob es vielleicht eine Anschaffung wert ist. Ich denke ein Smartphone in der Preislage sollte zu 100 Prozent stimmen für einen persönlich.

  2. Ich würde das Gerät vor einem Kauf auf jeden Fall erst ausprobieren, sonst gibt es eventuell eine böse Überraschung. Vodafone bietet, glaube ich, außerdem eine 14-tägige Umtauschmöglichkeit.

    Noch etwas: Der Link zum Spiegel-Artikel war leider nicht der richtige. Ich habe ihn aktualisiert. Er weist jetzt auf die vernichtende Kritik, die ich eigentlich verlinken wollte.

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