Lenovo-Rechner mit vorinstallierter Superfish-Adware

Momentan sind einige große Hersteller dabei, ihren guten Ruf zu verspielen. Erst wurde Samsung dabei ertappt, durch ihre Smart-TVs aufgezeichnete Gespräche an Werbetreibende weiterzugeben. Nun ist Lenovo mit heruntergelassener Hose erwischt worden: Kunden des chinesischen Herstellers war aufgefallen, dass auf PCs und Notebooks von Lenovo mehr Werbung auftauchte als gewohnt.

Lenovo erklärt, wie man die von dem Unternehmen vorinstallierte Adware Superfish wieder loswird.

Lenovo erklärt, wie man die von dem Unternehmen vorinstallierte Adware Superfish wieder loswird.

Der Grund dafür: Lenovo hat auf Rechnern für Endanwender heimlich eine Adware von Superfish installiert, die Suchergebnisse manipuliert und eigene Werbung einblendet. Laut einer von Lenovo eilig veröffentlichten Erklärung waren Produkte für Geschäftskunden nicht betroffen. Hier hatte man dann offensichtlich doch noch etwas Skrupel.

Was dem Ganzen aber die Krone aufsetzt: Superfish blendet nicht nur unerwünschte Werbung ein, sondern installierte auch ein eigenes Zertifikat, mit dem es möglich ist, sich in verschlüsselte Verbindungen einzuklinken und diese zu belauschen. Damit schuff das Unternehmen eine Hintertür, mit der sich etwa Online-Banking-Verbindungen manipulieren lassen.

Laut der Erklärung von Lenovo werden künftige Produkte nun nicht mehr mit der Adware versehen. Außerdem veröffentlichte der Hersteller Links zu Anleitungen, wie man Superfish wieder loswird.

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