Router-Grundlagen: Die SSID ändern und ein sicheres WLAN-Passwort erstellen

SSID ändern: So geht's

Wählen Sie eine SSID aus, die keine Rückschlüsse zu Ihrer Person oder Ihrem Router zulässt.

Jedes Funknetz trägt zwangsläufig einen eigenen Namen, der SSID genannt wird. Die Abkürzung steht für Service Set Identification. Unter diesem Namen lässt sich Ihr Funknetz in der näheren Umgebung auffinden. Das hat Vor- und Nachteile.

In der Regel sollten Sie die voreingestellte SSID Ihres WLAN-Routers ändern. Häufig vergeben die Anbieter Namen wie „default“ oder die genaue Bezeichnung Ihres Routers, zum Beispiel „Fritz!Box 7490“.

Letztere Bezeichnung identifiziert eindeutig das von Ihnen verwendete Gerät zu und hilft einem Angreifer dadurch beim Aufspüren von möglichen Sicherheitslücken.

SSID ändern

Alle WLAN-Router bieten deswegen eine Funktion zum Ändern der SSID. Bei zum Beispiel meinem Speedport-Router findet sie sich unter „Heimnetzwerk, WLAN-Grundeinstellungen, Name und Verschlüsselung“. Bei Routern, die sowohl das 2,4 GHz- als auch das 5,0-GHz-Frequenzband unterstützen, sind meist zwei SSIDs zu ändern.

Wählen Sie eine Kombination aus mehreren unverfänglichen Begriffen beziehungsweise eine Folge von Buchstaben und Ziffern, die keine Rückschlüsse auf Ihre Person oder Ihre Adresse erlauben, also nicht „MüllerErsterStockRechts“. Die SSID darf bis zu 32 Zeichen lang sein. Seien Sie also ruhig kreativ.

Die SSID zu verbergen bringt meist wenig. Versteckte Funknetze lassen sich trotzdem leicht aufspüren.

Sicheres Passwort erstellen

Legen Sie dann aber auch unbedingt einen sicheren WLAN-Schlüssel fest. Er sollte mindestens zehn Zeichen lang sein und Groß- sowie Kleinbuchstaben und Ziffern enthalten. Theoretisch darf er bei WPA2, das unbedingt aktiviert werden sollte, sogar bis zu 63 Zeichen lang sein. Ein Beispiel für so einen Schlüssel ist „EV1SIxtZq1gU41OvTjgCenwqWAMIOwRSbQ3t3ljfpazbPKFTAMpDOCOUTNxHSKa“.

Passwort-Generator im Internet

Der Passwort-Generator von Gaijin.at erstellt auf Wunsch gleich acht verschiedene WPA2-Passwörter.

In der Praxis ist so ein Passwort-Monster aber meist nicht nötig. Zumal es sehr aufwändig ist, einen so langen WLAN-Schlüssel auf einem Smartphone oder Tablet einzutippen. Wenn Sie nur PCs und Notebooks verwenden, dann wäre das kein so großes Problem. In diesem Fall speichern Sie den Schlüssel in einer Textdatei und transferieren ihn per USB-Stick.

Es spricht übrigens nichts gegen einen Passwort-Generator aus dem Internet, wie ihn etwa Werner Rumpeltesz auf seiner Seite Gaijin.at seit Jahren anbietet. Wer besonders misstrauisch ist, kann das erstellte Passwort ja auch nochmal etwas ändern, indem er Zeichen ändert oder tauscht.

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