Sicherheitslücken in mobilen Apps und Geräten

Fast jeder Anwender besitzt mittlerweile mindestens ein Smartphone und oft auch noch dazu ein Tablet. Diese Geräte sind aber immanent unsicher. Neben Sicherheitslücken im Betriebssystem, die immer wieder gefunden werden, und die teilweise von den Herstellern nicht mehr gepatcht werden, sind die Apps das größte Problem.

unsichere Apps

40 Prozent der Unternehmen prüft ihre mobilen Apps nicht auf Sicherheitslücken. Quelle: IBM

Laut einer Untersuchung des Ponemon Institute im Auftrag von IBM kümmern sich fast 40 Prozent der größeren Unternehmen „zu wenig um die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen bei der Entwicklung mobiler Apps für ihre Kunden“. Weniger als die Hälfte der Apps würde auf Sicherheitsmängel getestet. Rund ein Drittel kümmert sich laut IBM überhaupt nicht um die Absicherung ihrer Apps.

Dadurch entstehe „gleichsam eine ganze Armada von Zugangsmöglichkeiten über ungesicherte mobile Endgeräte“. „Es fehlt in den Unternehmen bisher das Bewusstsein dafür, Sicherheit auch in mobile Applikationen einzubauen“, kritisiert Gerd Rademann, Business Unit Executive IBM Security Systems DACH. „Damit wird Cyberkriminellen Tür und Tor geöffnet.“

unsichere apps werden oft nie getestet

33 Prozent der mobilen Apps werden nie auf Sicherheitslücken getestet. Quelle: IBM

Vier Bereiche verhindern laut IBM bessere Sicherheitsmaßnahmen: Zu niedrige Budgets, eine fehlende Überwachung und zu schnelle Entwicklungszyklen, Nutzerfreundlichkeit gehe oft über Sicherheit und Datenschutz und zu wenige Tests, ob die manchmal doch getroffenen Sicherheitsvorkehrungen überhaupt noch effektiv sind.

Angesichts dieser Gefahren verwundert es dann doch, dass noch immer 55 Prozent aller Unternehmen nach Angaben von IBM keine Vorschriften oder Richtlinien für die Nutzung privater Endgeräte am Arbeitsplatz (BYOD, Bring Your Own Device) getroffen haben.

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