Studie: Wie Menschen auf Überwachung reagieren

Überwachnung nach Snowden: neue Studie

Nur ein kleiner Teil der Menschen, die von den NSA-Enthüllungen gehört haben, hat etwas an ihrem Verhalten im Internet verändert.

Die NSA-Enthüllungen von Edward Snowden haben dazu geführt, dass manche Anwender mehr Wert auf ihre Sicherheit im Internet legen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Pew Institute.

87 Prozent der befragten Amerikaner hatten von den Enthüllungen immerhin schon mal gehört. Der Rest hat die letzten Jahre wahrscheinlich hinter einem Felsen verbracht oder interessiert sich überhaupt nicht für das, was auf der Welt geschieht. 34 Prozent der Befragten, denen die NSA-Enthüllungen geläufig sind, antworteten, dass sie mindestens eine Maßnahme unternommen haben, um ihre Sicherheit im Internet zu erhöhen oder um ihre Daten besser zu schützen.

So gaben 17 Prozent an, die Datenschutz-Einstellungen in sozialen Netzen verändert zu haben, 15 Prozent nutzen diese Netze weniger, 15 Prozent verzichten auf manche Apps und 13 Prozent haben Apps aus Datenschutzgründen deinstalliert. Weitere 13 Prozent zensieren sich selbst und vermeiden manche Schlüsselwörter im Internet zu verwenden.

Besonders beeindruckend ist das ja nicht, und man muss sich fragen, warum die Prozentzahlen nicht höher sind? Ein Grund dafür dürfte sein, dass wir in einer Zeit leben, in der viele Menschen gerade dadurch, sich äußerlich normal zu verhalten, nicht auffallen wollen:

Still, others said they avoid taking more advanced privacy measures because they believe that taking such measures could make them appear suspicious:
– „There’s no point in inviting scrutiny if it’s not necessary.“
– „I didn’t significantly change anything. It’s more like trying to avoid anything questionable, so as not to be scrutinized unnecessarily.
– „[I] don’t want them misunderstanding something and investigating me.“

Traurig, aber wohl wahr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.