Scrivener: Word-Export inklusive externer Hyperlinks

Scrivener ist ein (kostenpflichtiges) Schreibprogramm, das in seinen Möglichkeiten weit über Word oder vergleichbare Textverarbeitungen hinaus geht. So kann man einem Manuskript beispielsweise zusätzliche Recherchedokumente hinzufügen und diese gemeinsam als Projekt verwalten. Wer will, kann außerdem Ziele definieren, also etwa 3.000 Zeichen für einen Blogtext.

Ich nutze es jetzt seit ein paar Tagen und bin eigentlich recht zufrieden damit. Auch wenn ich noch an der Oberfläche von Scrivener stochere und derzeit auch noch die 30 Tage lauffähige Windows-Demoversion verwende. Beim Export von Dokumenten bin ich jedoch auf ein lästiges Problem gestoßen. So werden in den Text eingebaute externe Hyperlinks nicht mit exportiert, wenn man etwa aus Scrivener eine neue Word-Datei erstellt. Die eigentlich enthaltenen Links sind dann anscheinend nicht vorhanden. Das Problem liegt laut dem Scrivener-Entwickler aber bei Word und nicht bei seinem Programm.

Scrivener-Export zu Word inklusive externer HyperlinksIn seiner Knowledge Base hat er deswegen beschrieben, wie Sie dafür sorgen können, dass externe Hyperlinks mit exportiert werden: Dazu verwenden Sie in Scrivener nicht den „Exportieren”-Dialog, sondern „Datei, Ausgeben”. Hier wählen Sie bei „Formatieren als” den Punkt „Original” aus und klicken dann auf den nach unten zeigenden Pfeil. Dadurch öffnen sich die erweiterten Optionen. Links markieren Sie „Umwandlungen” und setzen dann das Häkchen vor „Sicherstellen, dass Hyperlinks farbig und unterstrichen dargestellt werden”. Bei „Ausgeben für” können Sie dann noch das gewünschte Ausgabeformat auswählen und die Datei anschließend mit „Ausgeben” exportieren.

Das Ganze ist etwas umständlich und muss auch für jedes Projekt wiederholt werden, aber es funktioniert. Es gibt allerdings noch die Möglichkeit, die geänderte Option als „Voreinstellung” zu speichern. Dazu klicken Sie nach dem obigen Prozedere auf den fehlerhaft benannten Button „reinstellung speichern” und speichern die Änderung dann etwa als „Mein Export”. Diese Voreinstellung finden Sie dann in Zukunft bei „Formatieren als”.

Ein Problem mit dem Export der Links bleibt allerdings weiter bestehen: Wenn ich Copy & Paste verwenden will, dann sind die Links wieder nicht enthalten. Auch nicht, wenn ich statt Word ein anderes Ziel wie etwa WordPress habe. So kann ich es dem Entwickler deswegen nicht glauben, wenn er die Schuld für diesen Unsinn Word zuschiebt. Ich hoffe nur, dass künftige Scrivener-Versionen diesen Käse nicht mehr enthalten. Ein Export ohne die enthaltenen Links bedeutet nur überflüssige Mehrarbeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.