Ledertasche für den Toshiba NB100

Frecherweise legt Toshiba dem NB100 nicht einmal eine billige Plastiktasche bei, mit der man das Mini-Notebook beim Transport schützen könnte. Bei meiner Suche nach einer geeigneten Lösung bin ich auf eine Ledertasche von PDAir aus Hong Kong gestossen:

Man kann diese Ledertasche entweder direkt bei PDAir bestellen oder man sucht sich einen Händler bei Ebay, der nach Deutschland liefert. Ich habe mich für letzteres entschieden, weil man so für die Zahlung Paypal zwischenschalten kann und die Kosten praktisch identisch sind. Nach etwa zehn Tagen Lieferzeit ist die Tasche nun eingetroffen und passt tatsächlich wie angegossen zum NB100.

Etwas dubios finde ich das Angebot der bislang einzigen NB100-Ledertasche bei Amazon. Sie könnte von den Fotos her zwar ebenfalls von PDAir zu sein, aber zum einen ist der Preis mit 69 Euro im Verhältnis viel zu hoch, zum anderen ist diese Tasche angeblich sowohl für den NB100 als auch für den Eee-PC 1000 geeignet. Diese beiden Geräte sind aber unterschiedlich groß! Außerdem sind die Lüftungsschlitze und die diversen Steckbuchsen vermutlich kaum an den gleichen Stellen.

NB100: Rechte Ordnerleiste bearbeiten

Kleiner Tipp zum NB100-11R von Toshiba: Das auf dem Mini-Notebook installierte „Ubuntu Netbook Remix“ (UNR) zeigt rechts eine Reihe von vordefinierten Ordnern an. Klickt man darauf, landet man im entsprechenden Verzeichnis. Aber wie ändert oder ergänzt man diese Einträge?

Ganz einfach: Die Verknüpfungen sind Lesezeichen im Gnome-Browser Nautilus. Um sie zu bearbeiten, klickt man auf einen der Ordner, um Nautilus zu öffnen, und findet die Links dann unter dem Menüpunkt „Lesezeichen“. Neue Verknüpfungen hängt Nautilus ans Ende der Liste an. Mit „Lesezeichen bearbeiten“ lässt sich die Reihenfolge dann noch verändern. Ich habe zum Beispiel den Ordner „Downloads“ hinzugefügt.

„Netbook“ ist eine Marke von Psion

Der eine oder andere kann sich vielleicht an einen etwas größeren Tastatur-PDA von Psion Teklogix namens „Netbook“ erinnern. Das Gerät war kein großer Erfolg und so ist die Produktion bereits vor ein paar Jahren eingestellt worden. Mittlerweile ist das Unternehmen auf Industrie-PDAs spezialisiert.

Das Problem ist, dass Psion seit damals für den Begriff „Netbook“ verschiedene Markenrechte besitzt und zumindest in Großbritannien nun damit begonnen hat, diese Rechte auch durchzusetzen: Erste Website-Betreiber haben einen Brief von einer Anwaltskanzlei erhalten, in dem ihnen eine Frist von drei Monaten gesetzt wird, den Begriff „Netbook“ nicht mehr zu verwenden.

Ob und wie Psion diese Rechte nun auch in Deutschland durchsetzen wird, ist nicht bekannt. Ebenfalls unklar ist, warum Psion kleinen Site-Betreibern ans Bein pinkelt und sich nicht gleich mit Intel anlegt. Der Chip-Hersteller hat den nun strittigen Begriff „Netbook“ ein paar Monate nach dem Erfolg des ersten Eee-PCs eingeführt.

Möglich ist allerdings, dass schon längst im Hintergrund Diskussionen zwischen den Unternehmen laufen, über die einfach noch nichts bekannt geworden ist. Wie auch immer, man muss leider damit rechnen, dass einschlägige Abmahnanwälte auch hier zu Lande eine neue Goldgrube wittern.

Zattoo auf dem Toshiba NB100 installieren

Wie schon auf dem Acer Aspire One habe ich den Internet-TV-Player Zattoo auch auf dem Toshiba NB100-11R installiert. Das geht erfreuerlicherweise relativ einfach, obwohl Toshiba das LPIA-basierte (Low-Power Intel architecture) „Ubuntu Netbook Remix“ (UNR) verwendet. Ein Repackage wie auf dem Mini 9 von Dell ist nicht nötig.

Zuerst muss man das aktuelle .deb-Paket für Ubuntu 8.04 von der Zattoo-Webseite herunter laden. Danach öffnet man ein Fenster des Datei-Managers Nautilus, navigiert zum Download-Ordner, klickt mit der rechten Maustaste auf die herunter geladene Datei und wählt „Mit GDebi Paket-Installer öffnen“ aus. Im Paket-Installer klickt man dann rechts oben auf den Button „Paket installieren“. Gdebi lädt noch drei weitere benötigte Pakete herunter und installiert diese zusammen mit Zattoo. Sobald das abgeschlossen ist, kann man den Paket-Installer wieder schließen.

Prinzipiell kann man Zattoo jetzt gleich über /usr/share/applications/Zatto Player starten. Allerdings integriert sich das Programm dann nur schlecht in die UNR-Oberfläche. Besser ist es, zum Beispiel auf dem Reiter „Favoriten“ ein Start-Icon für Zattoo anzulegen. Dann springt auch die UNR-Komponente „maximus“ zur Hilfe und integriert das Zattoo-Fenster in die Desktop-Oberfläche.

Dazu muss man links in der Navigation „Einstellungen, Hauptmenü“ auswählen. Unter „Menüs“ markiert man jetzt „Favoriten“ und klickt dann rechts auf „Neuer Eintrag“. In das erste Feld trägt man Zattoo ein und darunter den Applikationspfad /usr/bin/zattoo_player.

Nach einem Klick auf „Schließen“ findet sich sofort ein Icon für Zattoo im Launcher unter „Favoriten“. Allerdings habe ich noch nicht herausgefunden, wie man das Original-Icon für Zattoo einblendet.

So sieht Zattoo dann auf dem NB100 aus:

Evolution-Mail platzsparend einrichten

Zuerst war ich ja nicht so angetan von Evolution. Aber ich habe mich entschieden, dem auf dem NB100-11R von Toshiba vorinstallierten Mail-Client eine Chance zu geben, bevor ich mich nach Alternativen umsehe. Das Programm bietet neben Mail, auch eine Verwaltung für Kontakte, Aufgaben, Notizen und einen Kalender. Also genau die Funktionen, die ich von einem Mini-Notebook mit Ubuntu erwarte, das ich vor allem wie einen PDA nutzen möchte.

In der Standardeinstellung ist die Mail-Komponente von Evolution auf einem kleinen Display kaum nutzbar, wenn man weiterhin die klassische dreigeteilte Ansicht (links die Mail-Ordner, rechts oben die Mail-Übersicht, darunter der Text der gerade ausgewählten Mail) haben möchte. Nach einigen Anpassungen bin ich aber ganz zufrieden. Im Folgenden die wichtigsten Konfigurationsänderungen.

1. Unterhalb der Mail-Ordner blendet Evolution fünf Buttons mit nebenstehender Beschreibung für die verschiedenen Hauptfunktionen des Programms ein. Mit dem Befehl „Ansicht, Erscheinungsbild der Schaltflächen, Nur Symbole“ lassen sich die Beschreibungen verbergen, so dass nur noch die Buttons übrig bleiben.

Wer will, kann die Buttons mit „Ansicht, Erscheinungsbild der Schaltflächen, Schaltflächen verbergen“ komplett ausblenden. Zum Wechseln zwischen den Hauptfunktionen dienen dann die folgenden Tastatur-Shortcuts:

[Strg 1] E-Mail
[Strg 2] Kontakte
[Strg 3] Kalender
[Strg 4] Aufgaben
[Strg 5] Notizen

2. Als nächstes habe ich die störende Werkzeugleiste entfernt, die mit ihren übergroßen Buttons viel zu viel Platz verbraucht. Dazu dient der Menübefehl „Ansicht, Anordnung“ und dann das Häkchen vor „Werkzeugleiste anzeigen“ entfernen.

Auch hier lassen sich die wichtigsten Funktionen per Shortcut aufrufen:

[Strg N] Neue E-Mail
[Strg R] Antwort
[Strg Shift R] Antwort an alle
[Strg F] Weiterleiten
[Strg J] Als Spam markieren

Die meisten Befehle lassen sich außerdem über das Menü „Nachricht“ aufrufen. Dort stehen auch weitere Shortcuts.

3. Als nächsten Schritt habe ich die fünf Header-Zeilen reduziert, die Evolution zu jeder E-Mail anzeigt. Dazu muss man „Bearbeiten, Einstellungen“ aufrufen und dann „E-Mail-Einstellungen“ sowie den Reiter „Kopfzeilen“ aufrufen. Ich habe die Häkchen vor „Antwort an“ und vor „Datum“ entfernt. Wer will, kann die angezeigten Header-Zeilen aber natürlich noch weiter reduzieren. So sehen meine Einstellungen momentan aus:

Ein vollständiger Header der ausgewählten Mail lässt sich mit [Strg U] anzeigen.

4. Über „Ansicht, Anordnung, Statusleiste anzeigen“ wird außerdem die Statuszeile am unteren Fensterrand ausgeblendet. Die habe ich aber vorerst drin gelassen.

XP-Treiber für das Toshiba NB100

Die XP-Treiber für das NB100 hat Toshiba gut versteckt. Einen direkten Link kann ich leider nicht setzen, man muss dieses Formular aufrufen und dann die Dropdown-Felder wie gezeigt auswählen, um die XP-Treiber zu sehen:

Update: Dieser Link zur deutschen Toshiba-Seite führt direkt zu den NB100-Treibern.

Hier ist noch eine ausführliche Anleitung, wie man Dual Boot mit Ubuntu (sollte auch mit „Ubuntu Netbook Remix“ funktionieren) und Windows einrichtet. Ich habe das allerdings noch nicht ausprobiert.

Toshiba NB100: Sound reparieren

Wie bereits berichtet, habe ich seit gestern ein NB100 von Toshiba mit „Ubuntu Netbook Remix“ als Betriebssystem. Eine der ersten Maßnahmen war eine Aktualisierung des Betriebssystems. Dabei wurde jedoch anscheinend auch ein Kernel-Patch eingespielt, mit dem die Soundkarte nicht mehr funktioniert.

Eine Internet-Recherche hat zum Glück im Toshiba-Support-Forum folgende Lösung zu Tage gebracht.

Um den defekten Sound zu reparieren, muss man in einem Terminal-Fenster die beiden Befehle

sudo mv /lib/modules/2.6.24-19-lpia/updates/sound ~/sound
sudo depmod -a

eingeben und danach das Mini-Notebook neustarten. Voila, der Sound geht wieder. Uff.

Toshiba NB100: Erste Eindrücke

Bei den Kollegen ist das erst vor kurzem erschienene NB100 von Toshiba meist nicht gut weg gekommen. Teils kann ich die Kritik nachvollziehen, teils halte ich sie für überzogen, teils trifft sie nicht mehr zu. So hat Toshiba mittlerweile die Notbremse gezogen und die anfangs wirklich deutlich überhöhten Preise massiv reduziert.

Das Toshiba NB100-11R mit 8,9-Zoll-Display, N270-Atom-Prozessor und der üblichen Taktung von 1,6 GHz, 512 MByte Arbeitsspeicher, 80 GByte Festplatte und „Ubuntu Netbook Remix“ als Betriebbsystem kostet jetzt nur noch 249 Euro (vorheriger empfohlener Verkaufspreis: 399 Euro).

Die Windows-Variante mit Windows XP Home, 1 GByte RAM und 120 GByte großer Festplatte kostet dagegen immer noch ein ganzes Stück mehr, scheint aber momentan nur schwer verfügbar zu sein. Auch das NB100-11R steht nun bei Amazon mit einer Lieferzeit von ein bis drei Wochen. In den letzten Tagen seit der Preissenkung dürften da doch einige Interessenten schnell zugeschlagen haben.

Nun aber zu meinen ersten Eindrücken. Der Akku ragt hinten etwas aus dem Gehäuse, was eigentlich praktisch ist, da man das Gerät so gut in der Hand halten kann. Leider sitzt er nicht perfekt und wackelt ganz leicht, wenn man das NB100 hochhebt. Ich habe bereits versucht, seinen Sitz mit einem gefalteten Papier zu verbessern, habe aber noch nicht die optimale Stelle beziehungsweise Stärke gefunden.

Der zweite Punkt, der mir relativ schnell aufgefallen ist: Die auf der Tastatur aufgedruckten Buchstaben sind bei schlechten Lichtverhältnissen nur schwer zu erkennen. Man kann für so eine kleine Tastatur eigentlich recht gut tippen, aber man muss schon genau hingucken, wenn man sich nicht ganz sicher ist, wo gerade der gewünschte Buchstabe ist. Das ist momentan der Punkt an dem Gerät, der mich bei weitem am meisten stört. Wie man bei Toshiba bei so einem essenziellen und leicht vermeidbaren Aspekt schlampen konnte, ist mir unverständlich.

Beim ersten Booten soll man eine Lizenzbestimmung von Google annehmen, ohne das erläutert wird, wozu diese dienen soll. Später habe ich dann herausgefunden, dass es mal wieder um die Google-Toolbar ging, die im installierten Firefox eingefügt gewesen wäre. Im Vergleich zu Käufern von Windows-Notebooks haben Linux-Nutzer aber mit weniger unerwünschten (Werbe-)Software-Beilagen zu kämpfen. Das ist angenehm.

„Ubuntu Netbook Remix“ macht einen guten Eindruck. Es ist leicht zu bedienen und bietet bereits mit der für das NB100 angepassten Oberfläche mehr Möglichkeiten als beispielsweise die Linuxe auf den Eee-PCs und Acer Aspire Ones. Außerdem lässt es sich ohne überflüssige Tricksereien auf die Standard-Gnome-Oberfläche von Ubuntu umschalten.

Die Einbindung ins WLAN klappt sehr gut. Einfach oben rechts auf das WLAN-Symbol klicken, richtiges Funknetz auswählen, Schlüssel eingeben und fertig. Nicht recht überzeugt bin ich vom vorinstallierten Mail-Client Evolution, der sich zumindest auf den ersten Eindruck nur schlecht an die beengten Platzverhältnisse auf dem ja nur 1024 x 600 Pixel großen Bildschirm anpassen lässt.

Soviel nun zu meinen ersten, eigentlich unterm Strich recht positiven Eindrücken. Getippt habe ich diesen Text allerdings weiterhin auf dem großen Notebook. Ich bin ja kein Masochist. Kaufgründe für so ein Gerät sind der niedrige Preis und die hohe Mobilität, nicht, dass es sich um einen vollwertigen PC-Ersatz handeln könnte.

Dell Inspiron Mini 9

Heute ging die Pressemitteilung zum neuen Dell Inspiron Mini 9 um die Welt und schon gibt es die ersten Testberichte. Das amerikanische Laptop Magazine hat einen ausführlichen Artikel veröffentlicht. Laptop Mag hatte allerdings ein Ubuntu-Modell zum testen. Hier zu Lande wird Ende September erstmal eine XP-Variante für 399 Euro erscheinen, das Linux-Modell soll dann im Oktober folgen.

After months of rumors, Dell enters the mini-notebook market with its long-anticipated Inspiron Mini 9. Dell took its time releasing its own netbook, and it is clear they spent the extra days and hours getting (nearly) everything just right.

Nicht gefallen hat den Testern die Tastatur, ansonsten waren sie sehr zufrieden.

Platz gewinnen auf dem Aspire One

Im Weblog von Vatriani findet sich ein Kommentar von Mexsalem, wie man verhindert, dass der Installations-Cache von yum immer größer wird und so wertvoller Speicherplatz verloren geht.

1. ALT+F2
2. terminal
3. sudo mousepad /etc/yum.conf

dann die Zeile keepcache=0 setzen

abspeichern. Und erstmal den bereits vorhandenen Müll mit

5. sudo yum clean all

sauberwischen.

Ob es funktioniert, kann ich nicht mehr überprüfen, da ich mein Testgerät mittlerweile zurückgegeben habe.

In der aktuellen c’t 18/08 ist außerdem auf Seite 95 der Artikel „Kleinquetschen“, der beschreibt, wie man Windows XP um etwa ein GByte verschlankt. Die Tipps sind unter anderem „Pagefile.sys“ auf den Minimalwert 50 MByte setzen (Maximalwert unverändert lassen), die Verzeichnisse „$NTUninstall…“ im Windows-Ordner löschen und die Systemwiederherstellung deaktivieren.