XP ist tot, lang lebe XP

Microsoft hat noch einmal bekräftigt, dass der 30. Juni das offizielle Vermarktungsende für Windows XP sein wird.

Microsoft confirms XP shipments to OEMs and retailers will stop June 30, as planned, ending weeks of speculation XP would live on. Versions will still be preloaded on ULCPCs.

Allerdings bleibt es erstmal bei dem Schlupfloch, dass man XP mit einem der neuen Mini-Notebooks wie dem Eee-PC bekommen wird. Redmond will damit verhindern, dass dieser erfolgversprechende Markt zu Linux-lastig wird. Vor ein paar Tagen habe ich irgendwo gelesen, dass der Eee-PC 4G in den USA jetzt auch mit XP erhältlich ist und 80 Prozent der Käufer nun zu diesem Modell greifen. Auf der anderen Seite würde das bedeuten, dass sich 20 Prozent für Linux entscheiden – eine bisher unerreichte Quote für das freie Betriebssystem.

Asus-Chef Jerry Chen über den Eee-PC

Das amerikanische Laptop Magazine hatte die Chance Jerry Shen, den CEO von Asus, über die Eee-PC-Strategie des Unternehmens zu befragen. Chen gibt in dem Interview offen zu, dass das Unternehmen von dem Erfolg der kleinen Mini-Notebooks überrascht wurde. Für das erste Verkaufsquartal rechnete er ursprünglich mit 200.000 verkauften Exemplaren. Tatsächlich wurden dann 350.000 abgesetzt.

Diese höhere Nachfrage sowie eine Knappheit bei Akkus macht er für die Lieferschwierigkeiten verantwortlich. Allein in Europa schätzt Chen, könnte Asus derzeit 300.000 bis 400.000 Eee-PCs pro Monat absetzen, wenn eben die Akkus nicht so knapp wären.

Über den Nachfolger des derzeitigen Modells Eee-PC 4G berichtet er zum Teil bereits Bekanntes: So wird die nächste Generation über ein 8,9-Zoll-Display verfügen. Die Windows-Version wird mit 8 GByte Flash-Speicher ausgeliefert, während spätere Modelle zwischen 12 und 20 GByte Flash-Speicher bekommen sollen. Auch den Einbau von Festplatten schließt er nicht mehr aus.

Chen rechnet ab Juni mit sinkenden Preisen. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten bin ich mir da aber nicht so sicher.

An Xandros als Betriebssystem will er neben XP festhalten. Hoffen wir, dass Gerüchte nicht zutreffen, laut denen Asus in Deutschland zunächst nur einen Eee-PC 900 mit XP auf den Markt bringen wird.

Der Rest des Interviews in Kürze: Später soll es Eee-PCs mit Wimax und eingebautem HSDPA-Modem geben. Im Gegensatz zum angekündigten HSDPA-Adapter von T-Mobile dann hoffentlich auch mit Linux-Support. Ab Frühsommer soll das Gehäuse auch in bunten Farben erhältlich sein. Außerdem plant Asus jedem Eee-PC-Nutzer im Web 10 GByte Speicher zu gewähren. Das Unternehmen experimentiert zudem mit Skype- und anderen VoIP-Telefonen. Interessant ist zudem noch, dass der integrierte Adapter mittlerweile verbessert wurde und neue Modelle sich laut Chen deutlich schneller laden lassen.

Weitere Beiträge zum Eee-PC:
Das Wiederaufleben von Windows XP
Eee-PC mit Windows XP und Datenpakete von T-Mobile
Der nächste Eee-PC von Asus
Eeedora: Fedora für den Eee-PC
Display-Unterschied Eee-PC vs. XO Laptop

Dies und das zum Eee-PC II

Noch ein paar Infos zum neuen Eee-PC 900. User „sabz“ vom Eee-PC-Forum war auf der Cebit und hat folgende Infos herausgefunden:

Der EEE PC kommt laut ASUS in 2 Versionen raus:

1. EEEPC 900 mit Windows < << HIER liegen die Unterschiede! Technische Daten: System: Windows Ram: 1 GB Ram HDD: 8 SSD <<< HIER liegen die Unterschiede! Preis: 399 Euro Display: 8,9" Cam: 1,3 MP Cam 2. EEEPC 900 mit Linux <<< HIER liegen die Unterschiede! Technische Daten: System: Linux Ram: 1 GB Ram HDD: 12 SSD <<< HIER liegen die Unterschiede! Preis: 399 Euro Display: 8,9" Cam: 1,3 MP Cam

Wer also unbedingt Windows XP auf dem Eee-PC will, muss sich mit einem Drittel weniger Speicherplatz zufrieden geben.

Außerdem wurde nun bekannt, dass Medion ebenfalls ein Mini-Notebook mit 10-Zoll-Display für 399 Euro auf den Markt bringen will (PDF). Fotos und ein Video gibt es auf der französischen Seite Les Numerique.

Das Wiederaufleben von Windows XP

In der Führungsetage von Microsoft müssen in den letzten Wochen die Köpfe geraucht haben. Seit mehr als einem Jahr versucht Redmond das offizielle Ende von Windows XP einzuläuten. Erst sollte schon am 1. Januar 2008 Schluss mit XP sein. Auf Druck der Kunden musste der Konzern den Termin auf den 30. Juni verschieben und dann kommt der Eee-PC und bringt den ganzen schönen Abschiedsplan durcheinander.

Geschätzte drei bis fünf Millionen billige und bei den Kunden heißgeliebte Mini-Notebooks, auf denen ein leicht zu bedienendes Linux läuft, sind sicher nicht im Sinne von Microsoft. Aber dass der Konzern den Trend als so bedeutend einschätzt, dass er sich sogar von seinem Abschied von XP verabschiedet, ist schon erstaunlich. Anders kann ich mir die Kehrtwende in Sachen XP jedenfalls momentan nicht erklären.

Nun ja, wie auch immer. Wer also weiterhin lieber auf XP setzt, hat nun bald ganz offiziell die Gelegenheit dazu. Denkbar wäre auch, sich einen Eee-PC mit XP zu kaufen, ein angepasstes Linux wie Eeedora draufzuspielen und das XP dann für einen anderen Rechner zu verwenden. Die Lizenz ist ja nicht an eine bestimmte Hardware gebunden. Man darf das Betriebssystem nur nicht gleichzeitig auf mehreren Computern installieren.

Stellt sich nun nur noch die Frage, wie lange es dauert, bis Microsoft Asus dazu gebracht hat, ein so rechenstarkes Eee-PC-Modell auf den Markt zu bringen, dass darauf dann auch Vista läuft? Wenn da nur nicht der dann vermutlich wieder viel zu hohe Preis wäre …

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Eeedora: Fedora für den Eee-PC
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Dies und das zum Eee-PC

Ein paar Links und Infoschnipsel zum Thema Eee-PC:

Heise.de berichtet über den Eee-PC 900 und erwähnt auch ein Detail, das mir neu ist: „Asus will den EEE PC 900 in zwei Versionen anbieten: eine mit vorinstalliertem Xandros Linux für 399 Euro und eine mit vorinstalliertem Windows XP für, wie es auf der Pressekonferenz hieß, ‚etwas mehr‘.“

PC-Welt hat ein leicht schräges Video zum neuen Eee-PC 900 veröffentlicht, das es bei Youtube zu sehen gibt. Darin wird unter anderem erwähnt, dass die Lautsprecher beim Eee-PC 900 künftig an der Geräteunterseite angebracht sind.

Da der PC-Welt-Redakteur den Namen Eee-PC konsequent falsch als Ih-Ih-Ih-PC ausspricht, habe ich nochmal ein älteres Video ausgegraben, wie Asus (sprich: Asuuuuhs, siehe Video) sich die korrekte Aussprache vorstellt: Nämlich schlicht und einfach kurz als wäre es nur ein „E“.

Auf der Cebit gibt es darüber hinaus passendes Zubehör zum Eee-PC von Asus selbst zu sehen. Netzwelt.de berichtet über ein externes VoIP-Telefon, einen WLAN-Access-Point, der unverständlicherweise nur WEP beherrschen soll, eine HSDPA-Karte, die nur unter Windows funktioniert, einen USB-TV-Tuner sowie über ein externes CD/DVD-Laufwerk. Alles im schicken Eee-PC-Design.

Naja, wer’s braucht. Einer der Vorteile des kleinen Geräts ist ja, dass man daran auch Standard-Hardware anschließen kann und nicht (vermutlich überteuerte) Produkte des Original-Herstellers kaufen muss. Wer jetzt an Apple denkt, hat gewonnen.

Eee-PC mit Windows XP und Datenpakete von T-Mobile

Asus hat gerade zwei ellenlange Pressemitteilungen verschickt, die in all dem Marketing-Geschwurbel ein paar Neuigkeiten enthalten.

Windows auf dem Eee-PC

Es wird also definitiv einen Eee-PC mit Windows XP geben. Finde ich interessant, weil Microsoft sich ja eigentlich von XP verabschieden wollte. Nur um bei diesem Trend dabei zu sein, macht der Konzern hier also eine ziemliche Kehrtwende. Möglicherweise wird der Eee-PC bald der einzige PC sein, auf dem man noch ein vorinstalliertes XP erhalten kann.

Laut einer Kollegin, die auf der Asus-Pressekonferenz heute auf der Cebit war, wird es sich dabei eventuell sogar um den Eee-PC 900 handeln. Ich bin mir da aber nicht ganz so sicher. Sie sagte nämlich auch, dass die PK extrem gut besucht gewesen sei. Aufgrund der Masse der anwesenden Journalisten habe nur etwa die Hälfte ein Headset bekommen können, um den chinesisch-sprachigen Teil zu verstehen (sie hatte keins ergattern können). Als Erscheinungstermin für den Eee-PC mit XP nannte sie das zweite Quartal.

Mobil surfen mit dem Eee-PC

Demnächst wird es in den T…-Läden einen Eee-PC 4G zum gewohnten Preis von 299 Euro geben, mit dem man „300 Freistunden T-Mobile-Hotspot genießen kann“. Kein Wort darüber, in welcher Zeitspanne man die 300 Stunden verbrauchen muss und ob sie verfallen.

Darüber hinaus hatte ich recht (mir selbst auf die Schulter klopf), als ich gestern vermutet habe, dass es ein HSDPA-Bundle geben wird. Konkrete Infos dazu sollen aber erst kommende Woche veröffentlicht werden.

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Meine Erfahrungen mit dem Eee-PC von Asus

Der nächste Eee-PC von Asus

Einen Tag vor der Pressekonferenz von Asus, Microsoft und T-Mobile morgen auf der Cebit hat das Unternehmen eine Pressemitteilung mit Details über den nächsten Eee-PC veröffentlicht. Der neue wird Eee-PC 900 heißen, über ein GByte RAM, „bis zu“ 12 GByte Speicherplatz und ein 8,9-Zoll-Display verfügen.

Außerdem kündigte Asus ein „brand new concept for Internet access“ an. Möglicherweise ist damit HSDPA und eine Datenflat von T-Mobile gemeint? Man wird die morgige Pressekonferenz abwarten müssen, um das zu erfahren.

Der Eee-PC soll noch diesen Sommer erscheinen und 399 Euro kosten. In welchen Ländern ist noch nicht bekannt, da der Preis in Euro angegeben wird, dürften europäische Länder dabei sein.

Noch etwas: Der Eee-PC 900 soll „Windows ready“ sein. Ob Microsoft Vista auf den kleinen Rechenzwerg zwingen will?

Optisch macht er – so ganz ohne den schwarzen Trauerrand – jedenfalls einiges her:

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Eeedora: Fedora für den Eee-PC

Martin Andrews hat mit Eeedora eine neue Linux-Distribution auf Basis von Fedora 8 von Redhat zusammengestellt, die für den Eee-PC optimiert ist. Eeedora ist eine Alternative zum vorinstallierten Xandros-Linux, das unionfs als Dateisystem nutzt. Unionfs gibt den Platz für eine gelöschte Anwendung nicht mehr frei. Es würde also nichts nutzen, beispielsweise das vorinstallierte Open Office zu löschen, weil unionfs danach immer noch denselben freien Platz wie vorher meldet.

Der Download von Eeedora ist 312 MByte groß. Als Desktop-Manager wird XFCE verwendet. Wer will, kann Gimp, Open Office, Thunderbird etc. nachinstallieren. Generell ist Eeedora darauf ausgelegt, möglichst sparsam mit den begrenzten Ressourcen des Eee-PC umzugehen. Das mitgelieferte Xandros belegt mit seinem Desktop-Manager IceWM beispielsweise bereits knapp 3 GByte Platz der hierzulande erhältlichen 4-GByte-Variante.

Wenn man über ein externes CD-ROM-Laufwerk mit USB-Anschluss verfügt, brennt man sich das ISO-Image auf eine CD und installiert Eeedora darüber. Ansonsten kann man auch einen USB-Stick verwenden und den Eee-PC davon booten. Die einzelnen Schritte sind im Eeedora-Wiki beschrieben.

Und so sieht Eeedora aus (Screenshot vom Eeeuser-Wiki):

Eeedora befindet sich noch in der Entwicklung und läuft noch nicht ganz so rund, wie das vorinstallierte Xandros: Übersicht über bekannte Probleme.

Noch kurz zum Eee-PC: Die Erhältlichkeit scheint hierzulande immer noch schwierig zu sein. Ich habe aber gehört, dass Amazon seit ein oder zwei Tagen Mails mit dem Hinweis verschickt, dass man nun den Eee-PC wieder vorbestellen könne. Allerdings ohne Angabe, wann mit einer Lieferung zu rechnen sei. Am kommenden Dienstag wird jedenfalls eine interessante Pressekonferenz von Asus, Microsoft und T-Mobile auf der Cebit stattfinden, auf der neue Produkte vorgestellt werden sollen.

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Display-Unterschied Eee-PC vs. XO Laptop

Aufgenommen heute auf unserer Büroterrasse. Beide Geräte sind eingeschaltet und zeigen die Spiegel-Webseite, wobei man beim Eee-PC von „zeigen“ in gleißendem Sonnenlicht eigentlich nicht mehr sprechen kann. Das Display des Eee-PC ist unlesbar, die beiden Bilder sind nur noch mühsam als schwarze Blöcke erkennbar, während der XO auf schwarzweiss umschaltet und perfekt lesbar bleibt:

Rapid Gun 06-02-08: Eee-PC-Special

  • Ich hätte jetzt getippt, Asus hätte schon mehr Eee-PC verkauft: „Die ersten 20.000 EeePCs waren im Fachhandel, im Onlineversand sowie in den Flächenmärkten und Kaufhäusern binnen Tagen ausverkauft.“
  • Das Blog All About Linux über den Eee-PC von Asus: „[…] laptops with this form factor and with such rich features have a huge demand in the market and Asus having made the plunge is already reaping its benefits“.
  • Langzeitimpressionen und Kritik bei Gizmodo: Bildschirm zu klein, Betriebssystem nicht stabil genug, zu wenig RAM, WLAN lahm.
  • Register Hardware vergleicht den XO Laptop (OLPC) mit dem Eee-PC 4G: „There’s a lot to like about the XO laptop. It’s tough, it’s great as an eBook reader, it has a big (for its category), high resolution screen. It runs silent and cool, has good battery life, and the clean design of the Sugar interface is easy to use. But several areas need work.“
  • Eee-PC-Wiki mit Anleitungen zum Bios-Update, Betriebssystemwechsel und mehr.