Meine Erfahrungen mit dem Eee-PC von Asus

Wie bereits erwähnt, hatte ich kürzlich einen der in Deutschland bereits sehnsüchtig erwarteten Eee-PC 701 4G von Asus für mehrere Tage zum Testen. Angeblich sollen allein bei Amazon.de 300.000 Stück zu einem Preis von 299 Euro vorbestellt sein.

Ein paar Dinge, die mir in Erinnerung geblieben sind:

Am meisten beeindruckt haben mich die geringe Größe und das niedrige Gewicht, die in etwa einem Buch entsprechen. Der Eee-PC 701 4G ist ein Notebook, das man gerne mit auf Reisen nimmt. Wie klein er wirklich ist, sieht man am besten bei einem direkten Vergleich mit einem handelsüblichen 15-Zoll-Notebook:

Für mich liegt das Hauptproblem des Eee-PC beim kleinen Bildschirm, der von einem schwarzen „Trauerrand“ umgeben ist. Mit einer Diagonale von 7 Zoll ist er für viele Webseiten einfach zu klein. Man muss oft nicht nur nach unten oder oben scrollen, sondern auch nach links oder rechts, um alle Funktionen einer Webseite zu nutzen.

Mittlerweile habe ich allerdings irgendwo gelesen, dass man auch Firefox 3 auf dem Eee-PC installieren kann. Die neue Version des Open-Source-Browsers kann eine komplette Webseite verkleinern und nicht nur die Schriftgröße, wie bisher üblich.

Sehr schön ist, dass man den mitgelieferten Firefox problemlos mit den „eigenen“ Add-ons (Adblock, etc.) erweitern kann.

Statt einer regulären Festplatte befindet sich im Eee-PC ein 4 GByte großer Flash-Speicher, von dem das Betriebssystem und die vorinstallierten Daten bereits 2,6 GByte belegen. Es ist aber kein Problem, einen USB-Stick oder eine externe Festplatte an einen der drei USB-Ports anzuschließen und darauf Daten abzulegen. Meiner Meinung nach reicht der Platz eh für einen Haufen Dokumente.

Der Eee-PC ist mit WLAN, Netzwerk- sowie Modemanschluss und einer integrierten Webcam ausgestattet. Ein CD-/DVD-Laufwerk ist nicht vorhanden.

Die Ausstattung in Kürze:

Celeron M mit 0,9 GHz
512 MByte RAM
4 GByte Flash-Speicher
0,7-Zoll-Display mit 800 x 480 Pixel
WLAN
LAN
Modem

Anschlüsse: VGA, 3 x USB 2.0, Modem, Fast Ethernet, Kopfhörer, Mikrofon, MMC/SD

Betriebssystem: Xandros Linux

Fazit: Trotz allem, ich werde mir derzeit keinen Eee-PC kaufen. Ich warte lieber auf den auf der CES vor zwei Wochen vorgestellten Nachfolger, der ein etwas größeres Display haben soll. Wann der hierzulande erscheint, steht allerdings noch in den Sternen.

XO Laptop vs. Eee PC

The Register hat den XO Laptop getestet (auch bekannt als 100-Dollar-Laptop) und mit dem Eee PC von Asus verglichen. Sehr gut kommt der XO dabei nicht weg. Mit das nervigste am XO ist, dass die Programmierer das Rad unbedingt neu erfinden wollten. Zum Beispiel basiert der mitgelieferte Browser zwar auf der Gecko-Engine, er bietet aber erheblich weniger Komfort-Funktionen als Firefox (kein Tabbed-Browsing, umständliche Bookmark-Verwaltung).

Wer will kann das Interface in einer virtuellen Maschine ausprobieren. Download-Links für Vmware gibt’s hier.