Virtual Box 2.1 mit OpenGL-Support

Version 2.0 von Virtual Box hat mich wenig beeindruckt, aber mit Virtual Box 2.1 sind wieder ein paar neue Funktionen hinzugekommen, die bei den Wettbewerbern noch nicht zu finden sind. So ist es jetzt erstmals möglich, ein 64-Bit-Betriebssystem auf einem 32-Bit-System zu virtualisieren.

Dazu benötigt man jedoch einen 64-Bit-Prozessor mit Hardware-Virtualisierung (VT-x von Intel und AMD-V von AMD). Warum man darauf ein 32-Bit-System installieren sollte, ist mir allerdings schleierhaft.

Außerdem greift Virtual Box jetzt auf die 3D-Funktionen einer Grafikkarte auf dem Wirts-System zurück. Jedoch bislang nur OpenGL und nicht Direct3D und nur unter Windows XP oder Vista in 32 Bit inklusive installierten Gasterweiterungen. Virtual Box 2.1 unterstützt zudem virtuelle Festplatte in den Formaten VHD (Virtual PC), VMDK (Vmware) und natürlich VDI (Virtual Box selbst).

Link zum vollständigen Changelog.

Defragmentieren virtueller Festplatten

Festplatten fragmentieren, das dürfte weitgehend bekannt sein. Dabei verteilt das Betriebssystem neue Dateien auf freie Stellen auf der Festplatte. Beim Lesen der Informationen muss der Lesekopf dann hin- und herspringen, was Zeit kostet.

Man sollte seinen PC also von Zeit zu Zeit defragmentieren. Noch wichtiger ist dieser Schritt bei virtuellen PCs, die gleich mehrfach fragmentieren:

Consider this hypothetical sparse virtual disk. The guest files (yellow) are fragmented in the guest filesystem (green), which is in turn fragmented in the sparse virtual disk (red), which is finally scattered over the host filesystem (blue). In all, a bit of a mess. The first thing to do is defrag the guest filesystem using your favorite third-party tool – this will of course depend on the guest OS you’re using.

Wie defragmentiert man virtuelle PCs?

Zuerst sollte man das Gastsystem defragmentieren. Dann, sofern möglich, die virtuelle Festplatte verkleinern. Die Vmware-Tools bieten die Möglichkeit, eine virtuelle Platte zu „shrinken“. Anschließend defragmentiert man die virtuelle Festplatte durch die Virtualisierungs-Software. Die Option findet sich bei der Vmware Workstation in den Einstellungen zum virtuellen PC. Nutzer des Vmware-Players benötigen dazu das Kommandozeilen-Tool vmware-diskmanager, zu dem ich Anfang des Jahres schon einmal einen Beitrag geschrieben habe. Zuguterletzt muss man noch die Festplatte des Wirts-PCs defragmentieren. Das ganze ist also relativ aufwändig.

Noch einmal kurz zusammengefasst:

1. Gast-System defragmentieren
2. Gast-System shrinken
3. Virtuelle Festplatte defragmentieren
4. Wirts-System defragmentieren

Virtual Box 2.0 erschienen

Nur zwei Tage nach der Veröffentlichung der Version 1.6.6 hat die Sun-Tochter Innotek das Major Release 2.0 von Virtual Box freigegeben. Die wichtigsten neuen Funktionen hauen mich allerdings nicht gerade vom Hocker:

* 64 bits guest support (64 bits host only)
* New native Leopard user interface on Mac OS X hosts
* The GUI was converted from Qt3 to Qt4 with many visual improvements
* New-version notifier
* Guest property information interface
* Host Interface Networking on Mac OS X hosts
* New Host Interface Networking on Solaris hosts
* Support for Nested Paging on modern AMD CPUs (major performance gain)
* Framework for collecting performance and resource usage data (metrics)
* Added SATA asynchronous IO (NCQ: Native Command Queuing) when accessing raw disks/partitions (major performance gain)
* Clipboard integration for OS/2 Guests
* Created separate SDK component featuring a new Python programming interface on Linux and Solaris hosts
* Support for VHD disk images

Vor allem Verbesserungen bei der Bedienung und Funktionen wie ein bequemes Clonen von VMs hätte ich für sinnvoller gehalten. Außerdem fehlt Virtual Box immer noch eine praktische Möglichkeit, mit vorgefertigten virtuellen Appliances umzugehen. Man kann zwar mittlerweile fertige VDI-Images herunterladen, muss die aber immer noch selbst in einen neuen virtuellen PC einbinden. Im Gegensatz dazu existieren für die VMware-Plattform Hunderte von download- und sofort einsetzbaren virtuellen Appliances.

Virtual Box 2.0: Kurz angetestet

Vor der Installation von Virtual Box 2.0 muss man zuerst eventuell vorhandene ältere Versionen deinstallieren. Beim ersten Programmstart bietet Virtual Box dann eine automatische Konvertierung alter Einstellungsdateien in ein neues Format an.

Zwei der Konvertierungen haben einen Fehler verursacht.

Beide waren nur „gesichert“ und nicht normal heruntergefahrene Systeme. Das reguläre Herunterfahren sollte man also am besten noch vor der Deinstallation der älteren Version durchführen.

So sieht dann die laut Heise „grundlegend renovierte Bedienoberfläche“ aus.

Ich sehe ein paar neue Buttons, aber weder in der Bedienung noch in den einzelnen Menüs hat sich auf den ersten Blick viel verändert. Alles in allem ein eher enttäuschendes „Major Release“.

Update: Die portable Version der 2.0 gibt’s auch schon (via caschy).

Portable Virtual Box 1.6.6

Gestern wurde im nLite-Forum die portable Version von Virtual Box 1.6.6 veröffentlicht. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber es sieht sehr interessant aus. Für den Einsatz benötigt man auf dem PC Admin-Rechte, da die beiden Dienste VBoxDRV und VBoxUSBMon eingerichtet werden müssen.

Ein paar der Änderungen, die Micha an Virtual Box 1.6.6 vorgenommen hat:

– SplashScreen beim Start und Ende (ob etwas passiert)
– HotKeys (STRG+1 bis STRG+6) für mehr Komfort
– HotKeys sind selber definierbar
– Tray-Menü, über rechtsklick mit der Maus (multilanguage)
– Einstellungen und Sprachen werden in *.ini-Dateien gespeichert
– verstecken der VM und des Managers in den Tray
– ändern des Heimverzeichnisses, Start-VM, HotKeys und Sprache per Mausklick (multilanguage)
– Überprüfung, ob VirtaulBox-Dateien existieren, sonst erfolgt Fehlermeldung und der Startabruch

Weitere Informationen finden sich in der LiesMich.txt-Datei.

Microsoft lockert VM-Lizenzierung

Infoworld hatte recht, Microsoft lockert tatsächlich die Lizenzbestimmungen für den Einsatz der Betriebssysteme des Konzerns in virtuellen Umgebungen. Künftig ist bei einem Umzug von einer virtuellen Plattform zu einer anderen keine Neulizenzierung mehr nötig.

Beginning Sept. 1, 2008, customers will be able to move any of 41 Microsoft server applications between servers within a server farm as often as necessary without paying additional licensing fees, and they can take advantage of expanded specialized technical support.

Lockert Microsoft die VM-Lizenzierung?

Voraussichtlich noch diese Woche wird der Software-Konzern Microsoft die Lizenzbestimmungen für den Einsatz seiner Betriebssysteme in virtuellen Umgebungen lockern. Bislang ist die Lizenz an die Hardware gebunden, ein Transfer beispielsweise mittels VMotion ist nur alle 90 Tage erlaubt.

Dies soll sich nach Informationen von Infoworld voraussichtlich morgen ändern.

In an interview last month, Wolf [Chris Wolf, Analyst bei der Burton Group] predicted that Microsoft would respond to customer concerns and eliminate the 90-day restriction, and instead tie licenses to virtual machines rather than physical ones. „Within a few months we’re going to see those changes,“ he said. „I believe the 90-day restriction will go away.“

Virtual Box 1.6 erschienen

Innotek hat heute die erste neue Version von Virtual Box seit der Übernahme durch Sun Microsystems veröffentlicht. Virtual Box 1.6 enthält folgende neue Funktionen:

* Solaris and Mac OS X host support
* Seamless windowing for Linux and Solaris guests
* Guest Additions for Solaris
* A webservice API
* SATA hard disk (AHCI) controller
* Experimental Physical Address Extension (PAE) support

Dazu kommen noch eine Reihe von Bugfixes und kleinerer Änderungen, die in den Release Notes beschrieben sind. Neu ist außerdem noch, dass der Download nun erstmals direkt von Sun-Servern erfolgt.

Die Neuerungen finde ich insgesamt wenig berauschend. Am interessantesten ist noch, dass der „nahtlose Modus“ (Seamless Windows) nun auch mit Linux-Gästen funktionieren soll. Bisher konnten nur die Fenster eines Windows-Gastes in den Host-PC eingeblendet werden.

Schön wäre, wenn sich Innotek nun endlich schon lange vermissten Funktionen wie einem verbesserten Handling beim Sichern und Wiederherstellen von virtuellen PCs oder dem Importieren von Vmware-Appliances widmen würde.

Neues Kit enthält Virtual Disk Manager und Diskmount

Vmware hat ein neues Toolkit veröffentlicht, mit dem Entwickler Zugriff auf virtuelle Festplatten erhalten sollen. Das Vmware Virtual Disk Development Kit 1.0 lässt sich nach einer Web-Registrierung kostenlos herunterladen. Ich bin kein Programmierer, aber Punkt 3 und 4 der folgenden Aufzählung sind auch für Endanwender interessant:

* The Virtual Disk library, a set of C function calls to manipulate virtual disk (VMDK) files.
* C++ code samples that you can build with either Visual Studio or the GNU C compiler.
* Virtual Disk Manager utility to manipulate offline VMDK files on Windows or Linux (clone, create, relocate, rename, grow, shrink, or defragment).
* DiskMount utility to access files and file systems in virtual disks on Windows or Linux.
* Documentation about the Virtual Disk library and the command-line utilities.

Das etwas über 11 MByte große EXE-Archiv enthält also den Virtual Disk Manager (Built 85132), mit dem sich virtuelle Festplatten bearbeiten lassen, sowie Diskmount (Version 3.0.3 Build-84675), mit dem sich eine virtuelle Festplatte vom Wirt aus Mounten lässt. Normalerweise liegen diese nur den kostenpflichtigen Produkten von Vmware bei.

Vmware Workstation 6.5 Beta 1 zeigt Unity-Funktion

Bereits Anfang April hat Vmware das Beta-Programm für die nächste Workstation-Version 6.5 gestartet. Workstation 6.5 wird erstmals unter Windows und Linux die neue Funktion „Unity“ bieten, die bislang den Macintosh-Nutzern unter den Vmware-Fans vorbehalten war.

Unity ist eine Art nahtloser Modus, bei dem sich die Fenster eines virtuellen Gast-PCs auf dem Wirt darstellen lassen. Das Gastsystem wird dabei praktisch unsichtbar. Die Fenster beider Systeme lassen sich beliebig miteinander mischen. So kann man beispielsweise gleichzeitig Windows und Linux nutzen.

Gabes Virtual World hat das folgende Video veröffentlicht, in dem Unity demonstriert wird:

Unity beeindruckt mich allerdings nicht mehr so, nachdem Innotek bereits vor einigen Monaten Virtual Box mit Version 1.5 um einen gut funktionierenden nahtlosen Modus erweitert hat. Allerdings kann Virtual Box nur Windows-Fenster entweder in Windows oder Linux integrieren.