Vmware: Virtuelle Festplatten vergrößern

Wenn man eine virtuelle Maschine erstellt und dann häufiger mit ihr arbeitet, kommt irgendwann unausweichlich der Punkt, an dem die virtuelle Festplatte zu klein geworden ist. Sofern noch ausreichend Platz auf der echten Festplatte des Wirts-PCs vorhanden ist, ist es unter Vmware jedoch kein Problem, die virtuelle Platte nachträglich zu vergrößern.

Dazu benötigt man das Programm „vmware-vdiskmanager.exe“, das dem Vmware Player nicht beiliegt, aber der Vmware Workstation und dem Vmware Server. Sobald man über das Kommandozeilen-Tool verfügt, ist es ein Leichtes, die virtuellen Festplatten damit zu bearbeiten. Read More …

Kostenlose Desktop-Virtualisierung: Eine Übersicht

Das Angebot an leistungsfähiger Gratis-Software für virtuelle PCs ist vielfältig, seit Vmware vor einigen Jahren den Vmware Player veröffentlicht hat. Microsoft musste nachziehen und erst das reichlich angestaubte Virtual PC 2004 sowie dann später den Nachfolger Virtual PC 2007 freigeben. Der deutsche Software-Anbieter Innotek ist sogar noch weiter gegangen und hat Virtual Box Anfang 2007 unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht.

Innotek ist derzeit der aggressivste Entwickler im Bereich der Virtualisierung. Während sich beim Vmware Player und Virtual PC in den letzten Versionen relativ wenig getan hat, hat Innotek richtig Gas gegeben. Seit der Version 1.5 ist es beispielsweise möglich, Windows in einen virtuellen PC zu integrieren und Fenster „nahtlos“ (seamless) auf dem Wirts-PC darzustellen. Virtual PC kann das gar nicht, bei Vmware bisher nur die Macintosh-Variante. Spannend wird sein, ob das Unternehmen unter der neuen Ägide von Sun das hohe Entwicklungstempo halten oder sogar noch steigern kann. Read More …

Erfolgreicher Umbau bei Vmware

Für 2007 hat Vmware einen Jahresertrag von 1,33 Milliarden Dollar gemeldet. Das sind rund 86 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Der Gewinn ist auf 218 Millionen Dollar gestiegen. 2006 waren es 86 Millionen Dollar. Ähnlich sah es im vierten Quartal 2007 im Vergleich zum Vorjahresquartal aus: Der Umsatz stieg von 229 Millionen auf 412 Millionen Dollar und der Nettogewinn von 31 Millionen auf 78 Millionen Dollar.

Der Strukturumbau scheint ebenfalls erfolgreich voranzukommen. Der Umsatzanteil der gewinnträchtigeren Managementprodukte ist von 43 auf 62 Prozent gestiegen. Umgekehrt ist der Anteil der reinen Plattform-Produkte wie etwa der Vmware Workstation von 57 auf 38 Prozent gefallen. Entscheidungen, wie die Freigabe des Vmware Players vor knapp zweieinhalb Jahren, scheinen also auch aus wirtschaftlicher Sicht richtig gewesen zu sein.

Trotzdem wurde das Unternehmen an der Börse abgestraft. Die Erwartungen für 2008 liegen nämlich „nur“ noch bei 50 Prozent Wachstum und nicht bei 100 Prozent wie von den Analysten gefordert. Nun geht es an der Börse erstmal tüchtig bergab.

Vmware: Virtuelle Maschinen beschleunigen

Die meisten Virenscanner auf dem Wirts-PC bremsen virtuelle Maschinen völlig unnötig aus. Das liegt daran, dass viele Antiviren-Programm alle Schreib- und Lesezugriffe prüfen und jedes Mal genau hinschauen, wenn Daten im Gast-PC geschrieben werden.

Einen Schädling kann der Scanner in dem virtuellen Container aber gar nicht erkennen. Deswegen ist es sinnvoll, die virtuelle Festplatte aus der Prüfliste des Schutzprogramms zu entfernen.

Unter beispielsweise Avast geht das so: Mit der rechten Maustaste auf das Icon im System-Tray unten rechts klicken und „On-Access Schutz Steuerung“ (Englische Version: On-Access Protection Control) auswählen.

Der „avast! On-Access Scanner“ öffnet sich. Klicken Sie auf „Details…“, wählen Sie links das Feld „Standard Schutz“ (Standard Shield) aus und klicken Sie rechts auf „Anpassen …“ (Customize…).

Es öffnet sich ein weiteres Fenster mit den „Einstellungen für residente Aufgabe“ (resident Task settings).

Wechseln Sie zum Reiter „Erweitert“ (Advanced) und klicken Sie auf „Hinzufügen“ (Add). Tragen Sie *.vmdk ein und klicken Sie rechts daneben, um den Eintrag zu sichern.

Wiederholen Sie dann den Vorgang und fügen Sie auch noch den Eintrag *.vmem hinzu.

Jetzt nur noch beide offenen Fenster mit „OK“ schließen und die Änderungen sind aktiv.

Microsoft erweitert Vista-Virtualisierung

Ein Jahr nach dem Start von Vista erlaubt Microsoft nun auch die Virtualisierung von Vista Home Basic und Vista Home Premium. Bisher mussten Anwender auf Vista Business oder Ultimate ausweichen, wenn sie einen virtuellen Vista-PC erstellen wollten.

Die Hürde war übrigens ebenfalls nur virtuell beziehungsweise rein lizenzrechtlicher Natur. Alle Vista-Versionen haben sich schon immer problemlos in einer virtuellen Maschine installieren lassen.

Was ist eigentlich Hyper-V?

Das neue Buzzword der Virtualisierungsbranche ist Hyper-V. Was verbirgt sich dahinter?

Aus der Wikipedia:

Mit Hyper-V stellt Microsoft eine Virtualisierungsumgebung bereit, die es IT-Unternehmen ermöglicht, komplette Server-Systeme unter Windows Server 2008 zu virtualisieren. Hyper-V ermöglicht über eigene Verwaltungstools die Organisierung sowohl der physikalischen als auch der virtuellen Ressourcen. Die Hyper-V Umgebung wird mit Windows Server 2008 angeboten. Microsoft plant aber eine separate Hyper-V Serverversion an, die sich leicht in vorhandene IT-Umgebungen einbinden lässt.

Und aus einer FAQ von Microsoft:

Hyper-V, previously codenamed Viridian, is a hypervisor-based technology that is a key feature of Windows Server 2008. It provides a scalable, reliable, and highly available virtualization platform.

Das Wallstreet Journal berichtet:

The company [Microsoft] plans to offer a virtualization component with its coming Windows Server 2008 operating system, which is scheduled to be delivered this quarter. But the feature, known as Hyper-V, won’t be ready for six months, or sometime in the third quarter, said Larry Orecklin, general manager of Microsoft’s server-infrastructure business.

Ebenfalls interessant:

Microsoft also is lowering the annual fee it charges for running Windows in virtual machines on servers while accessing them from PCs that are covered by a subscription program called software assurance. The estimated retail price for an annual subscription to what the company calls Windows Vista Enterprise Centralized Desktop is now $23 per desktop machine, down from $78, the company said.

Ein Hintergrundpapier von Microsoft zum Thema Hyper-V gibt es hier zum Download (DOC-Format, 157 KByte).

Tipps zum Fearless Browser von Moka5

Ich stehe seit einer Weile wegen mehrerer Projekte in regem Kontakt mit Kelvin Hue von Moka5. Vor allem dreht es sich um den Fearless Browser (Download der deutschen Variante hier, 311 MByte groß), einen schlanken virtuellen Linux PC für die Moka5 Engine, der Firefox, Thunderbird, Pidgin sowie Tor enthält. Von Kelvin habe ich ein paar sonst vielleicht nicht so bekannte Informationen und Tipps erhalten:

  1. Ein Zugriff vom Fearless Browser-System auf ein CD-Laufwerk ist nicht möglich, weil das Unternehmen aus Platzgründen die CD-Treiber entfernt hat.
  2. Das Netzwerk ist auf DHCP voreingestellt. Falls es dabei zu Problemen kommt, ist auch eine manuelle Konfiguration möglich. Diese erfolgt nicht über die grafische Oberfläche, sondern über /etc/conf.d/net

    Die Datei /etc/conf.d/net.example zeigt die möglichen Einstellungen. Zum Beispiel lässt sich eine feste IP-Adresse mit dem Eintrag

    config_eth0=( „192.168.0.2 netmask 255.255.255.0“ )

    anlegen.

    Möglicherweise hilft es auch, unter Windows den Prozess „vmnetdhcp.exe“ neu zu starten.

Mini-Howto: Zwei Internetverbindungen an einem PC mit Vmware

Vmware eignet sich ideal dazu, an einem PC zwei unterschiedliche Internetverbindungen gleichzeitig zu nutzen. Praktisch ist das beispielsweise, wenn man mit dem Wirts-PC im abgeschotteten Firmennetz hängen muss, um auf dort angebotene Ressourcen zuzugreifen. Eine zweite, direkte DSL-Verbindung koppelt man dann mit einem virtuellen PC und kann so gleichzeitig das Firmennetz nutzen und ungefiltert surfen.

So geht’s

Man benötigt zwei Netzwerkkarten, von denen eine mit dem Firmennetz verkabelt wird, die andere mit dem DSL-Netz. Nach dem Booten öffnet man die Netzwerkumgebung und entfernt die Vmware-Bindung von der LAN1-Verbindung (Firmennetz):

Anschließend entfernt man alle anderen Bindungen von der LAN2-Verbindung (DSL), lässt aber das Vmware Bridge Protocol:

Nun öffnet man den Windows-Explorer und ruft das Verzeichnis auf, in dem die Vmware-Workstation bzw. der -Player installiert ist. Dort klickt man doppelt auf „vmnetcfg.exe“ und wechselt zum Reiter „Host Virtual Network Mapping“. Hinter VMnetO nun nur noch die zweite Netzwerkkarte auswählen und speichern. Der Wirts-PC ist nun mit LAN1 verbunden, der virtuelle PC mit LAN2.

Tipp: Falls es nicht auf Anhieb funktioniert, stimmt eventuell die Netzwerkkonfiguration des virtuellen PCs nicht. Möglicherweise ist dort noch eine feste IP-Adresse beziehungsweise ein DNS-Server fest eingetragen.

Vergebliche Mühe: Microsoft-VMs unter Vmware

Vmware hat mehrere virtuelle Maschinen von Microsoft in den Virtual Appliances Marketplace aufgenommen. Darunter unter anderem das „Internet Explorer 6 Application Compatibility VPC Image„, das ich bereits vor ein paar Tagen zum Testen herunter geladen hatte.

Dabei handelt es sich um ein (aktiviertes) englisches Windows XP Pro, dass den Internet Explorer 6 und das IE7 Readiness Toolkit enthält und bis zum 31. März 2007 kostenlos genutzt werden darf. Das System funktioniert mit Virtual PC 2004 soweit einwandfrei, will sich aber nicht aktualisieren lassen. Angeblich wurde der Schlüssel geklaut oder ist verloren gegangen, meldet Windows Update.

Microsoft hat die VMs natürlich für die eigene Virtual-PC-Produktschiene erstellt. Sie lassen sich aber sehr leicht auch in Vmware-Software öffnen (was ja auch der Grund für die Aufnahme in den Marketplace ist): Am einfachsten geht das, indem man im Windows-Explorer mit der rechten Maustaste auf die VHD-Datei klickt und „Öffnen mit …“ auswählt. Je nach installiertem Vmware-Produkt wählt man dann zum Beispiel den Player aus.

Dieser startet sofort automatisch eine Konvertierung ins eigene Format. Der Haken an der Geschichte ist allerdings, dass sich durch die Konvertierung die virtuelle Hardware ändert und Windows gleich beim ersten Boot eine neue Aktivierung innerhalb von drei Tagen fordert.

Auch wenn es sich hierbei ja um eine offizielle Windows-Trial von Microsoft handelt, ist eine Reaktivierung nicht erlaubt:

Es ist also ziemlich sinnlos, die Microsoft-VM unter Vmware zu nutzen.