Sind Mac OS und Linux wirklich unsicherer als Windows?

Bild: GFI Software

Bild: GFI Software

Wie aussagekräftig ist die reine Zahl an gefundenen und bekannt gewordenen Sicherheitslücken in einem Betriebssystem? Nicht besonders würde ich sagen. Wie Michael Kranawetter im Technet-Blog von Microsoft berichtet, wurden im vergangenen Jahr sowohl in Mac OS als auch in Linux mehr Sicherheitslücken entdeckt als in Windows. Aber sind die Systeme damit per se unsicherer?

Kranawetter schreibt:

Auffällig dabei ist, wie groß der Anteil der betroffenen Anwendungen inzwischen ist. Diese Entwicklung bestätigt, dass die in Betriebssystemen seit einigen Jahren integrierten Sicherungsmechanismen Wirkung zeigen und sich Angreifer somit auf die teilweise nicht ganz so gut geschützten Applikationen konzentrieren.

Wichtig sind auch die Methoden, die die Hersteller anbieten, um Sicherheitslücken zu schließen und wie schnell sie reagieren. Hier hapert es noch sehr oft. Ein Windows-System auf dem aktuellsten Stand zu halten, ist umständlich und zeitaufwändig und wird deswegen oft vernachlässigt.

Wie viel moderner Linux beim Patchen von Betriebssystem und installierten Anwendungen ist, habe ich vor kurzem bereits beschrieben. Microsoft könnte sich davon ruhig eine Scheibe abschneiden.

Virtuelle Test-PCs (Teil 3/5): VM aufsetzen und Windows installieren

Ein virtueller Test-PC ist das ideale Vehikel, um weitgehend gefahrlos ein neues Tool oder zum Beispiel einen Registry-Trick auszuprobieren, ohne dabei gleich das Hauptsystem zu gefährden.

In einer fünfteiligen Serie beschreibe ich Schritt für Schritt, wie man einen virtuellen Test-PC einrichtet. Im ersten Teil habe ich gezeigt, wo man kostenlos ISO-Dateien mit Windows 7 oder 8.1 herunterladen kann. Im zweiten Teil habe ich erklärt, wie man aus einer dieser ISOs eine multiboot-fähige ISO erstellt, die zum Beispiel alle Windows-7-Varianten installiert.

Nun geht es um den wichtigsten Teil: Welchen Virtualisierer man am besten verwendet, wie man den Test-PC konfiguriert und wie man das Betriebssystem installiert. Read More …

Linux 4.0: Patchen ohne neu Booten zu müssen

Updates installieren und dann neu starten.

Updates installieren und dann neu starten, aber nicht bei Linux.

Nach jedem noch so kleinen Update muss Windows neu gestartet werden. Auch die Aktualisierung der installierten Windows-Programme ist aufwändig. Jede einzelne Anwendung muss separat gepatcht werden. Zwar gibt es nützliche Tools wie den Secunia Software Inspector oder Sumo, sie bleiben aber Flickwerk.

Wie viel weiter ist da Linux. Oft reicht ein simpler Befehl wie zum Beispiel yum update unter Fedora, um sowohl das Betriebssystem als auch die installierte Software in einem Schwung auf den aktuellsten Stand zu bringen. Schon jetzt ist dazu anschließend meist kein Neustart des Systems nötig.

Mit Linux 4.0 soll das Rebooten noch seltener werden. Suse und Red Hat haben ihre Lösungen kpatch und Kgraft in den Linux-Kernel 4.0 integriert, von dem vor kurzem der erste Release Candidate RC1 veröffentlicht wurde.

Windows XP ärgert Microsoft, oder doch nicht?

xpWie die Aasgeier von The Register berichten, schlägt sich Windows XP immer noch besser als Windows 8/8.1. Allerdings nur wenn man die Zahlen von Netmarketshare und Statcounter nimmt. Beide werten die Angaben aus, die Browser beim Besuch von Webseiten machen.

Laut Statcounter ist der XP-Anteil von 11,99 Prozent im Januar auf 12,23 Prozent im Februar gestiegen. Netmarketshare will sogar einen Anstieg von 18,93 auf 19,15 Prozent beobachtet haben. Windows 8.1 melden beide Dienste mit einem geringeren Anteil.

Diese Zahlen widersprechen allerdings den Ergebnissen der vermutlich deutlich repräsentativeren Steam-Survey. Hier kommt XP im Februar nur noch auf 3,87 Prozent und Windows 8 (alle Varianten) auf immerhin 32,31 Prozent.

So ganz unzufrieden mit der Betriebssystemverbreitung, wie The Register vermutet, dürfte Microsoft also doch nicht sein.

Virtuelle Test-PCs (Teil 2/5): Windows-ISO bearbeiten

Im ersten Teil der Serie habe ich beschrieben, welche Möglichkeiten es gibt, sich kostenlos eine ISO-Datei mit Windows zu besorgen. Diese ISO-Dateien sind allerdings jeweils nur auf eine einzige Version von Windows beschränkt, also zum Beispiel entweder auf Windows 7 Home Premium, auf Windows 7 Professional oder Windows 7 Ultimate.

Mit etwa Winrar lässt sich die ISO-Datei mit Windows 7 leicht entpacken.

Mit etwa Winrar lässt sich die ISO-Datei mit Windows 7 leicht entpacken.

Wer mehrere virtuelle Test-PCs mit unterschiedlichen Windows-Versionen installieren will, benötigt also eigentlich mehrere der ISO-Dateien.

Es gibt aber einen einfachen Trick, mit dem man sich eine persönliche ISO-Datei erstellt, mit der sich alle Windows-7-Varianten installieren lassen. Nur die 32- und 64-Bit-Versionen lassen sich mit diesem Trick nicht zusammenfassen.

Neben der ISO-Datei werden noch ein Entpacker wie etwa Winrar und das Brennprogramm Imgburn benötigt. Read More …

Virtuelle Test-PCs (Teil 1/5): Windows besorgen

Statt der gewohnten ISO-Downloads bietet Microsoft seit kurzem nur noch ein sogenanntes "Software Recovery" für Windows 7 an.

Statt der gewohnten ISO-Downloads bietet Microsoft jetzt nur noch ein sogenanntes „Software Recovery“ für Windows 7 an.

In den vergangenen Jahren war es kinderleicht, einen virtuellen Windows-PC zum Testen von möglicherweise gefährlicher Software aufzusetzen. Man konnte sich beim Microsoft-Partner Digital River ISO-Dateien mit Testversionen von Windows 7 herunterladen und dann in seinem virtuellen PC installieren. Das funktioniert nun nicht mehr. Microsoft hat die Downloads entfernt und eine eigene neue Webseite aufgesetzt, die aber nicht jeder benutzen darf. Mehr dazu weiter unten.

In dieser kleinen Serie beschreibe ich Schritt für Schritt, wie man sich trotzdem einen virtuellen Test-PC einrichtet – und zwar entweder mit Windows 7 oder mit Windows 8.1. Read More …

Probleme mit Dropbox unter Windows XP

Dropbox

Dropbox

Obwohl Windows XP nicht mehr von Microsoft mit Patches versorgt wird, gibt es immer noch viele Anwender, die das Betriebssystem weiterhin einsetzen. Nach dem Motto, Sicherheitslücken hin oder her.

Aber die Probleme nehmen zu.

So setze ich selbst immer wieder gelegentlich zwei Systeme mit XP ein, die über Dropbox syncronisiert werden. Seit ein paar Wochen funktioniert dies aber nicht mehr. Dropbox braucht ewig zum Indexieren der Dateien, das Icon im System-Tray unten rechts verschwindet, das komplette Programm stürzt immer wieder ab und lässt sich nicht mehr neu starten.

Der Hersteller schweigt zu den Problemen. Dabei kann eigentlich nur ein Update von Dropbox Abhilfe schaffen. Das lässt sich aber nicht automatisch einspielen, wenn das Programm dauernd abschmiert. Betroffen sind anscheinend die Dropbox-Versionen 3.0.3 bis 3.0.5

Abhilfe

Über das Dropbox-Forum lassen sich aktuellere Versionen des Clients herunterladen. So gibt es seit kurzem die Dropbox-Version 3.2.6 zum Download. Bei mir funktionierte der Release Candidate der Dropbox-Version 3.2.3 auf einem der XP-Rechner. Dort scheinen die Probleme nun behoben zu sein. Auf dem anderen lies sich die Installationsroutine jedoch nicht mal mehr starten.

Wie auch immer. Wer jetzt noch XP einsetzt, sollte ernsthaft über einen Umstieg auf ein aktuelleres Betriebssystem nachdenken. Nicht nur werden technische Probleme, wie das hier mit Dropbox zunehmen, irgendwann gelingt es einem Angreifer die letzten Sicherheitshürden zu überwinden und das System zu übernehmen. Dann ist der Schaden groß.

Fehler in Jellybean Keyfinder: „Dem Client fehlt ein erforderliches Recht“

keyfinderDer Product Keyfinder von Magical Jelly Bean ist immer dann nützlich, wenn ihr noch eine Festplatte herumliegen habt, auf der sich eine alte Windows-Version befindet, von der ihr den Schlüssel benötigt. Der Keyfinder liest die Seriennummer aus und speichert sie bei Bedarf in einer kleinen Textdatei.

Bei der Installation der Freeware solltet ihr aber aufpassen. Im Dialog „Roll Around installieren“ bietet die Setup-Routine die Installation einer Adware an. Wer die nicht braucht (wer braucht sowas schon?), der wählt „Benutzerdefinierte Installation“ aus und entfernt dann das Häkchen vor „Installieren Sie Roll Around …“.

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Deskjet 1220C unter Windows 7 nutzen

Ein paar Monate dachte ich jetzt schon, ich kriege meinen alten Deskjet 1220C-Drucker von HP nicht unter Windows 7 zum Laufen. Der Microsoft-Treiber, den man über Windows Update bekommen kann, erkannte zwar den Drucker, weigerte sich aber standhaft, zu … drucken. Fehlermeldung: Drucker offline.

Heute habe ich mich dem Thema noch einmal gewidmet, und endlich eine Lösung bei HP gefunden. Man muss den Drucker zuerst als lokalen Drucker mit dem Anschluss LPT1 installieren:

lpt

Sobald der Drucker eingerichtet ist, mit der rechten Maustaste die „Druckereigenschaften“ aufrufen und auf dem Reiter „Anschlüsse“ den USB-Anschluss mit der höchsten Nummer auswählen.

usb

Speichern und fertig. Der Drucker sollte nun wieder funktionieren. Zumindest meiner druckt nun wieder wie gewohnt.

Nochmal zum XP-Mode unter Windows 7

Microsoft hat mittlerweile eine Tabelle veröffentlich, in der das Unternehmen die alte Version Virtual PC 2007 mit dem neuen „Windows Virtual PC“ vergleicht, das in Windows 7 inklusive vorinstalliertem XP enthalten sein wird:

comparison

Die wichtigsten Details daraus:

  • Der XP-Mode wird nur in Windows 7 Professional, Ultimate und Enterprise enthalten sein. Also nicht in Home und Starter und was es sonst noch geben wird.
  • USB-Support auch zum Beispiel für einen Drucker.
  • Jede XP-Anwendung läuft in einer eigenen virtuellen Maschine und gefährdet so nicht die Stabilität anderer Anwendungen.
  • Copy, Cut & Paste ist auch zwischen dem XP-Mode und Windows 7 möglich.
  • Direkter Zugriff vom XP-Mode aus auf die Ordner unter „Eigene Dateien“.
  • XP-Anwendungen laufen „nahtlos„, also ohne dass man das darunterliegende XP überhaupt wahrnimmt.

Schon ganz nett. Damit holt Virtual PC einiges auf im Vergleich zur Konkurrenz von Vmware und Sun/Virtual Box.