Forrester-Studie: Jedes vierte Unternehmen zieht Konsequenzen aus dem NSA-Skandal

Seit Beginn der Snowden-Veröffentlichungen wurde vermutet, dass das umfassende Spionageprogramm der NSA keine positiven Auswirkungen auf die amerikanische Internetwirtschaft haben wird. Nun liegen Zahlen vor.

Laut einer von The Register zitierten neuen Forrester-Studie haben 26 Prozent von 1.668 Befragten angegeben, dass sie im vergangenen Jahr ihre Ausgaben für amerikanische Internetdienste aus Sicherheitsgründen eingefroren oder reduziert haben. 34 Prozent von ihnen nannten explizit die Angst vor den US-Spionageprogrammen als Grund für diesen Schritt. Read More …

Studie: Wie Menschen auf Überwachung reagieren

Überwachnung nach Snowden: neue Studie

Nur ein kleiner Teil der Menschen, die von den NSA-Enthüllungen gehört haben, hat etwas an ihrem Verhalten im Internet verändert.

Die NSA-Enthüllungen von Edward Snowden haben dazu geführt, dass manche Anwender mehr Wert auf ihre Sicherheit im Internet legen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Pew Institute.

87 Prozent der befragten Amerikaner hatten von den Enthüllungen immerhin schon mal gehört. Der Rest hat die letzten Jahre wahrscheinlich hinter einem Felsen verbracht oder interessiert sich überhaupt nicht für das, was auf der Welt geschieht. 34 Prozent der Befragten, denen die NSA-Enthüllungen geläufig sind, antworteten, dass sie mindestens eine Maßnahme unternommen haben, um ihre Sicherheit im Internet zu erhöhen oder um ihre Daten besser zu schützen.

So gaben 17 Prozent an, die Datenschutz-Einstellungen in sozialen Netzen verändert zu haben, 15 Prozent nutzen diese Netze weniger, 15 Prozent verzichten auf manche Apps und 13 Prozent haben Apps aus Datenschutzgründen deinstalliert. Weitere 13 Prozent zensieren sich selbst und vermeiden manche Schlüsselwörter im Internet zu verwenden.

Besonders beeindruckend ist das ja nicht, und man muss sich fragen, warum die Prozentzahlen nicht höher sind? Ein Grund dafür dürfte sein, dass wir in einer Zeit leben, in der viele Menschen gerade dadurch, sich äußerlich normal zu verhalten, nicht auffallen wollen:

Still, others said they avoid taking more advanced privacy measures because they believe that taking such measures could make them appear suspicious:
– „There’s no point in inviting scrutiny if it’s not necessary.“
– „I didn’t significantly change anything. It’s more like trying to avoid anything questionable, so as not to be scrutinized unnecessarily.
– „[I] don’t want them misunderstanding something and investigating me.“

Traurig, aber wohl wahr.

Sicherheitslücken in mobilen Apps und Geräten

Fast jeder Anwender besitzt mittlerweile mindestens ein Smartphone und oft auch noch dazu ein Tablet. Diese Geräte sind aber immanent unsicher. Neben Sicherheitslücken im Betriebssystem, die immer wieder gefunden werden, und die teilweise von den Herstellern nicht mehr gepatcht werden, sind die Apps das größte Problem.

unsichere Apps

40 Prozent der Unternehmen prüft ihre mobilen Apps nicht auf Sicherheitslücken. Quelle: IBM

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Bessere Sicherheitsmeldungen mit polymorphen Fenstern

Forscher der Brigham Young University, der University of Pittsburgh und von Google haben etwas herausgefunden (PDF), was den meisten PC-Nutzern schon lange bekannt sein dürfte: Wenn Menschen immer wieder dieselben Sicherheitswarnungen zu sehen bekommen, dann setzt eine Form der Gewöhnung ein, die dazu führt, dass die Anwender die Meldungen irgendwann ignorieren und einfach nur noch wegklicken. Man nennt dies Habituation.

Habituation ist laut Wikipedia eine „einfache (und beim Menschen in der Regel nicht-bewusste) Form des Lernens. Habituation setzt ein, wenn ein Individuum wiederholt einem Reiz ausgesetzt ist, der sich als unbedeutend erweist. Die Reaktion auf diesen Reiz schwächt sich dann allmählich ab und unterbleibt schließlich womöglich völlig.“ Read More …

Drei Viertel der WordPress-Nutzer verwenden keine Backup-Plug-ins

BackWPup ist ein kostenloses Backup-Plug-in für WordPress.

BackWPup ist ein kostenloses Backup-Plug-in für WordPress.

Wie haltet ihr es mit Backups? Ich weiss, dass sie ein leidiges Thema sind und habe selbst erst vor kurzem ein bis zwei Hundert Fotos verloren, die auf der SD-Karte in meinem Smartphone gespeichert waren. Als das Handy zu zicken begonnen hat, habe ich die Zeichen falsch gedeutet und nicht schnellstens alle Daten gesichert. Irgendwann war die Karte komplett kaputt und alle darauf gespeicherten Daten futsch. Lektion gelernt? Hoffentlich.

Bei WordPress bin ich da konsequenter. Regelmäßig exportiere ich alle Posts und Kommentare über die „Werkzeuge“-Funktion. Wer will, kann diesen Prozess aber auch automatisieren und ein passendes Plug-in wie das kostenlose BackWPup oder das kostenpflichtige BackupBuddy installieren. Read More …

Windows XP ärgert Microsoft, oder doch nicht?

xpWie die Aasgeier von The Register berichten, schlägt sich Windows XP immer noch besser als Windows 8/8.1. Allerdings nur wenn man die Zahlen von Netmarketshare und Statcounter nimmt. Beide werten die Angaben aus, die Browser beim Besuch von Webseiten machen.

Laut Statcounter ist der XP-Anteil von 11,99 Prozent im Januar auf 12,23 Prozent im Februar gestiegen. Netmarketshare will sogar einen Anstieg von 18,93 auf 19,15 Prozent beobachtet haben. Windows 8.1 melden beide Dienste mit einem geringeren Anteil.

Diese Zahlen widersprechen allerdings den Ergebnissen der vermutlich deutlich repräsentativeren Steam-Survey. Hier kommt XP im Februar nur noch auf 3,87 Prozent und Windows 8 (alle Varianten) auf immerhin 32,31 Prozent.

So ganz unzufrieden mit der Betriebssystemverbreitung, wie The Register vermutet, dürfte Microsoft also doch nicht sein.

2014 – wirklich ein katastrophales Jahr?

Security-Studie von Trend Micro zum Jahr 2014.

Security-Studie von Trend Micro zum Jahr 2014.

Die Trend Labs von Trend Micro haben ihren Security-Jahresbericht für 2014 veröffentlicht. Der Hersteller drückt dabei kräftig auf die Tube: „Das Risiko, das nächste Opfer eines Cyberangriffs zu werden, nimmt stetig zu.“

Aber die Lösung hat man (zum Glück für uns) auch gleich parat: „Ein flexibles und mehrschichtiges Abwehrsystem, das proaktiv Bedrohungen konkreter Ziele erkennt, ist und bleibt die beste Möglichkeit für Verbraucher und Unternehmen, um einen zuverlässigen Schutz sicherzustellen.“

Ich habe an dieser Stelle mit dem Weiterlesen aufgehört. Das klingt doch alles zu sehr nach Panikmache und dem Verkauf von Schlangenöl. Wer den 38-seitigen Bericht trotzdem studieren will, findet ihn hier (PDF).

Symantec: „Fälscht eure Daten!“

Das Geburtsdatum ist ein nicht austauschbares Sicherheitsmerkmal, das besser gefälscht werden sollte.

Das Geburtsdatum ist ein nicht austauschbares Sicherheitsmerkmal, das besser gefälscht werden sollte.

Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, rät Symantec Internetnutzern, beim Ausfüllen von Online-Formularen kreativ zu sein. Der Grund für diese unerwartete Empfehlung ist, dass zum Beispiel das Geburtsdatum der Menschen ein nicht veränderliches Sicherheitsmerkmal ist, das von Unternehmen gerne beim telefonischen Kontakt zur Identifizierung abgefragt wird.

Es macht also Sinn, bei der Anmeldung bei Diensten wie Facebook, Google, Twitter & Co. ein falsches Geburtsdatum anzugeben, damit Unbefugte nicht an diese Daten gelangen können. Wie die FAS weiter schreibt, gilt diese Empfehlung sogar für Betriebe wie Autowerkstätten oder Hotels, die „man getrost mit falschen Zahlen“ füttern könne.

Auch der frühere Datenschutzbeauftragte Thilo Weichert habe bereits vor zehn Jahren dazu aufgefordert, „Phantasieangaben zu machen, wenn Informationen für einen Vertragsabschluss nicht unbedingt gebraucht werden“.

Interessanterweise halten sich bereits 36 Prozent der von Symantec befragten Deutschen an diesen Rat und machen „bewusst falsche Angaben zu ihrer Identität, wenn sie sich bei Online-Diensten anmelden“, schreibt die FAS. Gut so.